Kein Gedanke mehr im Kopf.
Kein Gefühl in meiner Brust.
Nur ein Herz das leise klopft,
atme ich nun ganz bewusst.
Alles löst sich schließlich auf,
Widersprüche werden eins.
Gar die Welt stoppt ihren Lauf,
pure Leichtigkeit des Seins.
Ein Blog über das Leben, das Universum, die Liebe und den ganzen Rest - größtenteils reimend und in Versform.
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Sonntag, 11. Juni 2017
Montag, 1. Mai 2017
Schildkrötenzyklus VII
Zwischen den jungen Blüten,
wird sie auf einmal ganz lebhaft,
die alte Schildkröte.
wird sie auf einmal ganz lebhaft,
die alte Schildkröte.
Sonntag, 30. April 2017
Die letzten Minuten
Diese letzten Minuten des Tages,
wenn alles still ist,
alles schon schläft.
Schleicht sich,
die alte Freundin Saudade,
hier auf mein Sofa,
und fragt wie es geht.
Ich sage:
"Es geht so.",
da lacht sie mich an,
erfüllt mich mit Sehnsucht,
wies niemand sonst kann.
So sehn ich herbei mir,
die nullte Stunde,
wenn alles zu nichts wird,
geh ich mit zum Grunde.
Leg mich dort unten,
ins flauschige Bett.
Wenn ich wieder aufwach,
ist Saudade längst weg.
wenn alles still ist,
alles schon schläft.
Schleicht sich,
die alte Freundin Saudade,
hier auf mein Sofa,
und fragt wie es geht.
Ich sage:
"Es geht so.",
da lacht sie mich an,
erfüllt mich mit Sehnsucht,
wies niemand sonst kann.
So sehn ich herbei mir,
die nullte Stunde,
wenn alles zu nichts wird,
geh ich mit zum Grunde.
Leg mich dort unten,
ins flauschige Bett.
Wenn ich wieder aufwach,
ist Saudade längst weg.
Mittwoch, 12. April 2017
Schildkrötenzyklus II
In ihrem Panzer,
ruht friedlich die Schildkröte.
Doch wohin tollt ihr wildes Herz?
ruht friedlich die Schildkröte.
Doch wohin tollt ihr wildes Herz?
Sonntag, 9. April 2017
Schildkrötenzyklus I
Sieh, die Schildkröte!
Mit geschlossenen Augen,
lächelt sie zur Frühlingssonne.
Mit geschlossenen Augen,
lächelt sie zur Frühlingssonne.
Sonntag, 2. April 2017
Am Teich
Die Planken knetern und knarzen.
Ein Frosch müht sich,
aus Liebeslust ab.
Ich sitze mit Blick auf das Wasser,
die Sonne senkt sich herab.
Im Dunkel geschlossener Lider,
seh ich - sich wiegend - das Schilf.
Summen und quaken hallt wieder,
ein Windhauch streift mich ganz mild.
Ich rieche das brackige Wasser,
die Sonne nun gänzlich fort.
Die dunkle Fläche vor mir,
mein liebster Rückzugsort.
Ein Frosch müht sich,
aus Liebeslust ab.
Ich sitze mit Blick auf das Wasser,
die Sonne senkt sich herab.
Im Dunkel geschlossener Lider,
seh ich - sich wiegend - das Schilf.
Summen und quaken hallt wieder,
ein Windhauch streift mich ganz mild.
Ich rieche das brackige Wasser,
die Sonne nun gänzlich fort.
Die dunkle Fläche vor mir,
mein liebster Rückzugsort.
Sonntag, 26. März 2017
Unbenannt
Auf der Bank vor dem Haus sitzend,
recke ich die winterblasse Nase zur Sonne.
- ab und zu singt ein Vogel -
recke ich die winterblasse Nase zur Sonne.
- ab und zu singt ein Vogel -
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Gedicht,
Glück,
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Miniatur,
Natur,
Zeit,
Zen
Sonntag, 19. März 2017
Life's Gamble
Everything comes at a price,
the worlds not gentle, neither nice.
So take this silly mans advice:
Be careful, when you roll the dice!
the worlds not gentle, neither nice.
So take this silly mans advice:
Be careful, when you roll the dice!
Sonntag, 5. Februar 2017
Ein paar Fragen
Wofür wir leben?
Wohin wir streben?
Sag,
was kannst du heute geben?
Was kannst du tauschen?
Nur weißes Rauschen?
Sag,
kannst du dem Fluss noch lauschen?
Wohin willst du gehen?
Bleibst du jemals stehen?
Sag,
spürst du den Wind je wehen?
Wo ist des Lebens süßer Wein?
Wer willst du in zehn Jahren sein?
Sag,
gehst du den Weg allein?
Warum der Fragen immer drei?
Nur weil ich sag, dass es so sei?
So sprich nun,
wer ist wirklich frei?
Wohin wir streben?
Sag,
was kannst du heute geben?
Was kannst du tauschen?
Nur weißes Rauschen?
Sag,
kannst du dem Fluss noch lauschen?
Wohin willst du gehen?
Bleibst du jemals stehen?
Sag,
spürst du den Wind je wehen?
Wo ist des Lebens süßer Wein?
Wer willst du in zehn Jahren sein?
Sag,
gehst du den Weg allein?
Warum der Fragen immer drei?
Nur weil ich sag, dass es so sei?
So sprich nun,
wer ist wirklich frei?
Samstag, 17. Mai 2014
Die sibirische Eisfrau
So saß
ich,
füllte
meinen Kopf mit Worten,
zu
Persönlichkeitsstruktur, Triebbasis,
Kulturismus
und solcherlei Dingen.
Ich
versuchte zu vertiefen,
versuchte
einzudringen,
versenkte
meinen Geist,
in die
Materie.
Doch aus
der Tiefe tauchte,
während
ich dahin sank,
ganz von
allein,
immer
wieder diese Gestalt auf,
diese
Frau,
wie sie
in einer Blockhütte in Sibirien sitzt,
mit
einem roten Kater auf dem Schoß.
Geheimnisvoll
lebte sie,
einen
Traum in meinem Traum,
in einem
Land,
dem ich
schon lange aufgehört hatte,
zu
opfern.
Es gab
so viel was ich sie Fragen wollte.
Die
schiere Fülle an möglichen Worten,
und
Antworten,
machte
mir zu schaffen.
Ich
könnte nur stammeln,
und
müsste zu allem was in mir brannte schweigen,
sähe
ich sie wieder.
Denn
jedes Wort, jede Frage, wäre ungenügend!
Ein
profanes Sandkorn,
das den
Traumstränden des Geistes,
niemals
gerecht werden würde.
Doch
bevor ich mir überhaupt klar werden konnte,
was ich
wollte,
zog mich
die Arbeit die mir auferlegt war,
wie ein
Senkblei, befestigt an meinem Fuß,
zurück
hinab in die Versenkung,
zurück
zu den theoretischen Ungeheuerlichkeiten,
die ich
zu ergründen hatte.
Der neue
Mensch erwartete mich.
Ob er
wohl auch in Sibirien anzutreffen wäre?
Mittwoch, 26. Februar 2014
Eine Blume
Eine
kleine, reine,
eine
zarte, feine,
Blume,
steht
dort auf der Wiese.
Wenn ich
sie dort stehen ließe,
jeden
Tag ein wenig gieße,
ihr zum
Opfer, ihr zu Ehren,
sollt
sie alle Welt begehren.
Wenn ich
sie dagegen nähme,
mit
Schaufel oder Schere zähme,
geknechtet
so mit Topf und Vase,
oder gut
getrimmtem Rasen,
geknechtet
so auf engem Raum,
hält
ihre Schönheit sich im Zaum.
Drum
lasse ich sie lieber stehn,
auch
wenns schmerzt beim Vorübergehn,
so ist
die Freude die sie zeigt,
in dem
sie mir ihr Haupte neigt,
ihr
Lebensdrang und Farbenspiel,
bald
meines ganzen Glückes Ziel.
Es wärmt
mein Herz,
auch
wenn es sticht,
denn
Liebe liegt auch,
im
Verzicht.
Montag, 4. November 2013
An Jemanden - Das lyrische Ich
Trage
mich weit fort von hier.
Nimm
mich mit ans Meer.
Zeig
mir wo die Berge stehn.
Es
dürstet mich so sehr.
Einsamkeit
ist ein Gefängnis,
von
kaltem, moosbeflecktem Stein.
Tief
im dunklen Herz der Erde,
gräbt
man sich ganz langsam ein.
Kein
Gesicht und keine Stimme,
seien
sie auch noch so süß.
Bricht
den Bann und sprengt die Ketten,
die
ich selbst im Fels einließ.
Das
Dunkel in mir nach Außen gekehrt,
verlor
ich fürs Lieben jeden Wert.
Denn
hinter der dünnen Fassade,
erkennt
man, von nahem, die schlechte Scharade.
Der
Abgrund schreckt die meisten ab,
statt
einer Oase, ein tiefes Grab.
Drum
muss ich gehen, muss vergessen, kann nicht ewig warten.
Will
nicht finden, will nicht bleiben, hab schon gelitten auf diese Arten.
Nicht
haften, nur laufen, so weit meine Füße mich tragen,
durchs
Dunkel, durchs Lichte ... Ach irgendwann!
Ich
kann es kaum erwarten.
Sonntag, 20. Oktober 2013
Schein und Sein
Wow... 1000 Besucher_innen, naja nicht ganz, diese Abfrageserver kann man ja kaum als Besucher_innen zählen, aber trotzdem, die Zahl steht schonmal da. Für manche mag das nicht viel sein, aber für mich ist es schon so eine Art erstes Jubiläum. Aus diesem besonderen Anlass hier die Veröffentlichung des Gedichtes mit dem eigentlich alles begann und seiner Geschichte. Naja mehr oder weniger... Eigentlich ist es dummes Zeug das man auch überspringen kann.
Aber für alle die die ein wenig mehr lesen möchten:
Aber für alle die die ein wenig mehr lesen möchten:
Es ist dieses Gedicht mit dem ich, in den ersten trüben Tagen des Jahres 2011, begonnen habe meiner vergessenen Jugendfreude, dem Dichten, wieder zu fröhnen. In einer schweren Zeit, auf einer Autofahrt, nach einem mehr deprimierenden als erholsamen Urlaub (zum Glück der Letzte den ich hatte) kam mir der Gedanke, dass ich früher in der Schule immer Spaß daran hatte Elfchen und andere Lyrik zu schreiben.
Ein Spaß der einem in dieser Gesellschaft ja konsequent aberzogen wird, da die Selbstverwirklichung dem ökonomischen "Nutzen" im Zweifelsfalle weichen muss. Ich beschloss mit der Zeit, mich diesem falschen und unmenschlichen Paradigma zu großen Teilen zu verweigern. Jeden Tag sieht man die Menschen und die Natur, die von dieser Gesellschaft und ihrem Realitätsprinzip, dem Leistungsprinzip wie Herbert Marcuse so schön diagnostiziert, zerbrochen und zernichtet werden. Und jeder dieser schrecklichen Verluste ist ein weiterer Grund sich dieser Welt nicht zu fügen, lieber ein einsamer Steppenwolf zu sein, als ein weiteres Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Lieber den romantisch-einsamen Helden mimen und für Andere Sorge tragen, ihnen Hoffnung geben, als sich in Sicherheit zu wiegen und ihren Untergang einfach zu ignorieren. Aber ich komme vom Thema ab... dafür wird an anderer Stelle noch genügend Zeit sein und die Worte sind ohnehin verschwendet.
Ein Spaß der einem in dieser Gesellschaft ja konsequent aberzogen wird, da die Selbstverwirklichung dem ökonomischen "Nutzen" im Zweifelsfalle weichen muss. Ich beschloss mit der Zeit, mich diesem falschen und unmenschlichen Paradigma zu großen Teilen zu verweigern. Jeden Tag sieht man die Menschen und die Natur, die von dieser Gesellschaft und ihrem Realitätsprinzip, dem Leistungsprinzip wie Herbert Marcuse so schön diagnostiziert, zerbrochen und zernichtet werden. Und jeder dieser schrecklichen Verluste ist ein weiterer Grund sich dieser Welt nicht zu fügen, lieber ein einsamer Steppenwolf zu sein, als ein weiteres Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Lieber den romantisch-einsamen Helden mimen und für Andere Sorge tragen, ihnen Hoffnung geben, als sich in Sicherheit zu wiegen und ihren Untergang einfach zu ignorieren. Aber ich komme vom Thema ab... dafür wird an anderer Stelle noch genügend Zeit sein und die Worte sind ohnehin verschwendet.
Wie von selbst kamen mir daraufhin jedenfalls diese Zeilen in den Sinn. Ich hatte meine liebe Not mir in dieser Situation Stift und Papier zusammen zu klauben, um sie vor der Vergänglichkeit und Schwärze zu bewahren, die mein, in dieser Hinsicht leider, verschwendungssüchtiger Geist ihnen zuteil werden lassen wollte. Doch es gelang alles rechtzeitig zu notieren und dieses Gedicht war mir von diesem Tage an so lieb und so nah, dass ich nie wieder vergessen wollte, wie wichtig und befreiend es sein kann zu schreiben.
Auch heute noch erinnert es mich stets an diesen Tag, an die Fragen und Antworten die ich in dieser Zeit gefunden hatte. Aber auch an die Befreiung und Freude alle Gedanken, wie mit einem Zauberspruch, aufs Papier zu bannen. Da waren und sind sie nun immer noch, statisch wie ein Glas Wasser das man aus einem reißenden Strom schöpft und das daraufhin friedlich beobachtet und verstanden, ja sogar anderen gezeigt werden kann. Jedoch, wer das Glas bloß betrachtet, wird sich noch immer keine Vorstellung vom Fluss, aus dem es stammt, machen können. Wenn es aber das richtige Wasser ist, jenes tiefe, reißende, wilde, schaumkronenüberspülte, tiefklare Wasser aus der Mitte des wilden Stromes, dann wird der der es trinkt vielleicht diesen Fluss erahnen können, mit dem jemand möglicherweise heftig ringen musste um ihm dieses kleine Gläschen abzutrotzen. Zumindest weiss er schon mehr über den Fluss, als alle Menschen die ihn nur im vorbeigehen betrachtet haben und daher zwar seine Form kennen, nicht jedoch seinen Inhalt, seine Tiefe.
Aber genug der Flüsse und Gläser. Alle Metaphern sind irgendwann ausgelutscht und ich hoffe diesem Punkt gerade noch zuvorgekommen zu sein. Denn eine überstrapazierte Metapher, gleicht einem übervollen Staudamm der irgendwann bricht.
Manche malen, manche musizieren, manche slammen, manche schreiben Romane oder Kurzgeschichten um das auszudrücken worüber man nicht sprechen kann, die Welt zwischen und hinter den Zeilen und Worten. Ich schreibe jedenfalls seit diesem Tag meist, frei nach Ernst Pöppel, in ca. 3-Sekunden-Versen den Strom meiner Gedanken nieder und freue mich nun auch dieses mir so lieb gewordene Gedicht in eine Form gebracht zu haben, die es vorzeigbar macht und die ihm, als Grundstein und Juwel all meiner darauf gefolgten und folgenden Arbeiten, wie ich hoffe, gerecht wird.
Vielen Dank für das ( vielleicht sogar verständnisvolle) Lesen dieses sicherlich maßlos übertriebenen und höchst prätentiösen Vorgeplänkels voller Kommafehler:
Schein
und Sein
Teil 1:
Dort auf
der Bank, da sitzt ein Mann,
hat
scheinbar einen Anzug an.
Doch
Schein kann trügen,
Wahrheit
ist,
dass
dieser Mann in Ketten sitzt.
Das Kleid
der Seele ist zerschlissen.
Das Herz
aus seiner Brust gerissen.
Kann nicht
mehr lachen und nicht weinen,
muss im
hier und jetzt verweilen.
Weiss nur
was er zu tuen hat,
doch
nichts von seiner Schaffenskraft.
Leer fühlt
er sich und ganz zerbrochen,
im Geiste
noch ein Zitterrochen,
stellt
Fragen die ihn stets behindern,
doch
seinen Schmerz ein wenig mindern.
Fragen
ohne Antwort nur,
doch
stellt er sie entschlossen - stur!
Gewillt
den Weg zuend zu gehn,
nichts ist
gewiss nichts bleibt bestehn.
Doch wie
kann einer gehen,
der doch
in Ketten sitzt?
Und wie
kann einer Wissen,
der nur
auf Wiesen blickt?
Der Körper
dieser Käfig,
sperrt
seine Seele ein.
Doch wird
er einmal gehen,
geht sie
mit ihm anheim.
So weiss
er keinen Ausweg,
und
grübelt drüber nach.
Denn er
sitzt hinter Gittern,
das weiss
er selbst im Schlaf.
Er wird
wohl lange noch hier sitzen,
und
starren auf der Wiesen grün.
Im Schnee,
im Regen und bei Blitzen
wird seine
Flamme schwächer glühn.
Die Leute
nur den Anzug sehn,
und
ehrwürdig vorüber gehn,
nicht
kennen seine Seelenpein.
So sitzt
er da,
allein.
Teil 2:
So sitzt
er da und keiner wird ihn retten.
So sitzt
er da, gehüllt in seine Ketten.
Nur Hut
und Schuhe sieht man noch,
doch er wartet Woch' um Woch'.
Wartet auf
die Uhren,
die sich rückwärts drehen.
die sich rückwärts drehen.
Wartet auf
die Zeit:
Ach bliebe sie nur stehen!
Ach bliebe sie nur stehen!
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Philosophie,
Zeit
Montag, 14. Oktober 2013
Preis und Freiheit
Dieser
Gedanke an die völlige Ungebundenheit lässt mich nicht mehr los.
Der Gedanke an ein Leben auf Reisen ohne Ziel, ohne Bindungen, ist
erschreckend und doch auch lockend. Ja verheißungsvoll! Wenn wir
einfach gehen und uns keine Gedanken machen über
Krankenversicherungen und das Päckchen, das der Postbote für unseren
Nachbarn bei uns abgegeben hat. Von der Hand in den Mund und immer am
Abgrund. Die Lust und den Schmerz roh und unraffiniert, ja gänzlich
unschabloniert und unverordnet erleben. Ach welch Abenteuer uns jenseits
des ausgetretenen Pfades erwarten könnten, den wir so stolz
"Gesellschaft" nennen.
Wir
müssten natürlich in Terrain vordringen, in dem wir nicht aufgrund
unserer Unabhängigkeit gehasst und gemieden werden. Die Angst vor
der Sehnsucht, die wir bei den Mitgliedern eben jenes gut geölten
Uhrwerkes erwecken würden, ist nicht zu unterschätzen.
Unabhängigkeit
ist der Preis der Ausgestoßenen.
Und
Ausgestoßene wollen wir werden. Heute! Morgen!
Das
Leben hat keinen Preis, denn es ist sowieso umsonst.
inspiriert von:
Hesse, Hermann: Narziß und Goldmund. Berlin: S. Fischer Verlag, 1930
Klöckritz, Angelika: Die Vermessung des Ichs. Hamburg: ZEITmagazin, 2012. Url: http://www.zeit.de/2012/49/China-Religion-Eremit-Einsiedler-Berge
inspiriert von:
Hesse, Hermann: Narziß und Goldmund. Berlin: S. Fischer Verlag, 1930
Klöckritz, Angelika: Die Vermessung des Ichs. Hamburg: ZEITmagazin, 2012. Url: http://www.zeit.de/2012/49/China-Religion-Eremit-Einsiedler-Berge
Montag, 9. September 2013
Himmelblau
Blau im
Himmel so fern,
so nah
sind dir die Flieger,
streifen
dein samtiges Antlitz.
Doch
ihre Seelen so fern,
verleben
die Zeit in der Economy Klasse.
Mittwoch, 30. Januar 2013
Jagd, Flucht und Verzweiflung
Der
Punkt am Ende
Das Ziel
erreicht
Den
Kampf verloren
Schlachten
gesehen
Kriege
geboren
Berge
erstürmt
Flüsse
gequert
Meere
gekreuzt
Vorm
Abgrund getürmt
In den
Himmel gesehen
nur
Wolken und Sterne
Menschen
gekannt
mal nah
mal von Ferne
Nach
unten geschaut
Auf
Spuren und Schritte
Was
leben bereit hält
auch
Stiche und Schnitte
tief
unten im Abgrund
blickt
Es dich an
Es
lächelt –
und es
schreit dich an
Blickt
dir ins Gebein
unter
die Haut
Du
wirfst einen Stein
Du hast
dich erschaut
Dort
unten – da bleibt es
du
darfst wieder hoch
doch du
weißt, deines Lebens
wirst du
nicht mehr froh
Denn du
musstest Einsehn
Es –
warst du selbst
was du
dachtest zu wissen
sahst es
zerschelln
Nun
lebst du allein
es fällt
dir jetzt auf
das
Glück das du hattest
entpuppt
sich als Rausch
als Trug
und als Schatten
es
sollte nicht bleiben
du
kannst es nicht halten
nur
Wahres soll bleiben
Und wahr
ist die Wüste
die du
erschufst
es kommt
niemand mehr
auch
wenn du rufst
Der
Abgrund bleibt treu
auf
Schritt und Tritt
vertreibt
deine Träume
Hält
dich im Glied
Nun
suchst du ehrlich
nach
einer Oase
wenn du
sie findest
sie
dreht dir die Nase
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