Kein Gedanke mehr im Kopf.
Kein Gefühl in meiner Brust.
Nur ein Herz das leise klopft,
atme ich nun ganz bewusst.
Alles löst sich schließlich auf,
Widersprüche werden eins.
Gar die Welt stoppt ihren Lauf,
pure Leichtigkeit des Seins.
Ein Blog über das Leben, das Universum, die Liebe und den ganzen Rest - größtenteils reimend und in Versform.
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Sonntag, 11. Juni 2017
Sonntag, 28. Mai 2017
Berührung
Kein Wort wars - kaum Gedanke schon,
was mich da plötzlich halten lies.
Mir war als ob aus vollem Lauf,
mein Kopf an eine Mauer stieß.
Mir entrang ein leises Wimmern,
meine Sinne wurden blass,
als sich tief in meinem Innern,
etwas regte, gleichsam sprach.
Doch kein Ton in dieser Stille,
der den dumpfen Wall durchbrach.
Nein - nur ein Gefühl von Nähe,
das durch alles Denken stach.
Eine warme Hand die sachte,
Stück für Stück mein Herz umgab.
Weich wie ein Kokon aus Seide,
schirmte sie den Ärger ab.
Und bevor ichs richtig merkte,
war sie fort,
- und auch ihr Schutz -
und des Windes Seufzen fegte,
in mein Herz - noch ganz verdutzt.
Drum entringt sich stille Klage,
meinem Mund,
von Zeit zu Zeit.
Denn wen des Herzens Winde plagen,
dem wird der Weg - manchmal,
zu weit.
was mich da plötzlich halten lies.
Mir war als ob aus vollem Lauf,
mein Kopf an eine Mauer stieß.
Mir entrang ein leises Wimmern,
meine Sinne wurden blass,
als sich tief in meinem Innern,
etwas regte, gleichsam sprach.
Doch kein Ton in dieser Stille,
der den dumpfen Wall durchbrach.
Nein - nur ein Gefühl von Nähe,
das durch alles Denken stach.
Eine warme Hand die sachte,
Stück für Stück mein Herz umgab.
Weich wie ein Kokon aus Seide,
schirmte sie den Ärger ab.
Und bevor ichs richtig merkte,
war sie fort,
- und auch ihr Schutz -
und des Windes Seufzen fegte,
in mein Herz - noch ganz verdutzt.
Drum entringt sich stille Klage,
meinem Mund,
von Zeit zu Zeit.
Denn wen des Herzens Winde plagen,
dem wird der Weg - manchmal,
zu weit.
Mittwoch, 26. Februar 2014
Eine Blume
Eine
kleine, reine,
eine
zarte, feine,
Blume,
steht
dort auf der Wiese.
Wenn ich
sie dort stehen ließe,
jeden
Tag ein wenig gieße,
ihr zum
Opfer, ihr zu Ehren,
sollt
sie alle Welt begehren.
Wenn ich
sie dagegen nähme,
mit
Schaufel oder Schere zähme,
geknechtet
so mit Topf und Vase,
oder gut
getrimmtem Rasen,
geknechtet
so auf engem Raum,
hält
ihre Schönheit sich im Zaum.
Drum
lasse ich sie lieber stehn,
auch
wenns schmerzt beim Vorübergehn,
so ist
die Freude die sie zeigt,
in dem
sie mir ihr Haupte neigt,
ihr
Lebensdrang und Farbenspiel,
bald
meines ganzen Glückes Ziel.
Es wärmt
mein Herz,
auch
wenn es sticht,
denn
Liebe liegt auch,
im
Verzicht.
Montag, 4. November 2013
An Jemanden - Das lyrische Ich
Trage
mich weit fort von hier.
Nimm
mich mit ans Meer.
Zeig
mir wo die Berge stehn.
Es
dürstet mich so sehr.
Einsamkeit
ist ein Gefängnis,
von
kaltem, moosbeflecktem Stein.
Tief
im dunklen Herz der Erde,
gräbt
man sich ganz langsam ein.
Kein
Gesicht und keine Stimme,
seien
sie auch noch so süß.
Bricht
den Bann und sprengt die Ketten,
die
ich selbst im Fels einließ.
Das
Dunkel in mir nach Außen gekehrt,
verlor
ich fürs Lieben jeden Wert.
Denn
hinter der dünnen Fassade,
erkennt
man, von nahem, die schlechte Scharade.
Der
Abgrund schreckt die meisten ab,
statt
einer Oase, ein tiefes Grab.
Drum
muss ich gehen, muss vergessen, kann nicht ewig warten.
Will
nicht finden, will nicht bleiben, hab schon gelitten auf diese Arten.
Nicht
haften, nur laufen, so weit meine Füße mich tragen,
durchs
Dunkel, durchs Lichte ... Ach irgendwann!
Ich
kann es kaum erwarten.
Sonntag, 20. Oktober 2013
Schein und Sein
Wow... 1000 Besucher_innen, naja nicht ganz, diese Abfrageserver kann man ja kaum als Besucher_innen zählen, aber trotzdem, die Zahl steht schonmal da. Für manche mag das nicht viel sein, aber für mich ist es schon so eine Art erstes Jubiläum. Aus diesem besonderen Anlass hier die Veröffentlichung des Gedichtes mit dem eigentlich alles begann und seiner Geschichte. Naja mehr oder weniger... Eigentlich ist es dummes Zeug das man auch überspringen kann.
Aber für alle die die ein wenig mehr lesen möchten:
Aber für alle die die ein wenig mehr lesen möchten:
Es ist dieses Gedicht mit dem ich, in den ersten trüben Tagen des Jahres 2011, begonnen habe meiner vergessenen Jugendfreude, dem Dichten, wieder zu fröhnen. In einer schweren Zeit, auf einer Autofahrt, nach einem mehr deprimierenden als erholsamen Urlaub (zum Glück der Letzte den ich hatte) kam mir der Gedanke, dass ich früher in der Schule immer Spaß daran hatte Elfchen und andere Lyrik zu schreiben.
Ein Spaß der einem in dieser Gesellschaft ja konsequent aberzogen wird, da die Selbstverwirklichung dem ökonomischen "Nutzen" im Zweifelsfalle weichen muss. Ich beschloss mit der Zeit, mich diesem falschen und unmenschlichen Paradigma zu großen Teilen zu verweigern. Jeden Tag sieht man die Menschen und die Natur, die von dieser Gesellschaft und ihrem Realitätsprinzip, dem Leistungsprinzip wie Herbert Marcuse so schön diagnostiziert, zerbrochen und zernichtet werden. Und jeder dieser schrecklichen Verluste ist ein weiterer Grund sich dieser Welt nicht zu fügen, lieber ein einsamer Steppenwolf zu sein, als ein weiteres Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Lieber den romantisch-einsamen Helden mimen und für Andere Sorge tragen, ihnen Hoffnung geben, als sich in Sicherheit zu wiegen und ihren Untergang einfach zu ignorieren. Aber ich komme vom Thema ab... dafür wird an anderer Stelle noch genügend Zeit sein und die Worte sind ohnehin verschwendet.
Ein Spaß der einem in dieser Gesellschaft ja konsequent aberzogen wird, da die Selbstverwirklichung dem ökonomischen "Nutzen" im Zweifelsfalle weichen muss. Ich beschloss mit der Zeit, mich diesem falschen und unmenschlichen Paradigma zu großen Teilen zu verweigern. Jeden Tag sieht man die Menschen und die Natur, die von dieser Gesellschaft und ihrem Realitätsprinzip, dem Leistungsprinzip wie Herbert Marcuse so schön diagnostiziert, zerbrochen und zernichtet werden. Und jeder dieser schrecklichen Verluste ist ein weiterer Grund sich dieser Welt nicht zu fügen, lieber ein einsamer Steppenwolf zu sein, als ein weiteres Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Lieber den romantisch-einsamen Helden mimen und für Andere Sorge tragen, ihnen Hoffnung geben, als sich in Sicherheit zu wiegen und ihren Untergang einfach zu ignorieren. Aber ich komme vom Thema ab... dafür wird an anderer Stelle noch genügend Zeit sein und die Worte sind ohnehin verschwendet.
Wie von selbst kamen mir daraufhin jedenfalls diese Zeilen in den Sinn. Ich hatte meine liebe Not mir in dieser Situation Stift und Papier zusammen zu klauben, um sie vor der Vergänglichkeit und Schwärze zu bewahren, die mein, in dieser Hinsicht leider, verschwendungssüchtiger Geist ihnen zuteil werden lassen wollte. Doch es gelang alles rechtzeitig zu notieren und dieses Gedicht war mir von diesem Tage an so lieb und so nah, dass ich nie wieder vergessen wollte, wie wichtig und befreiend es sein kann zu schreiben.
Auch heute noch erinnert es mich stets an diesen Tag, an die Fragen und Antworten die ich in dieser Zeit gefunden hatte. Aber auch an die Befreiung und Freude alle Gedanken, wie mit einem Zauberspruch, aufs Papier zu bannen. Da waren und sind sie nun immer noch, statisch wie ein Glas Wasser das man aus einem reißenden Strom schöpft und das daraufhin friedlich beobachtet und verstanden, ja sogar anderen gezeigt werden kann. Jedoch, wer das Glas bloß betrachtet, wird sich noch immer keine Vorstellung vom Fluss, aus dem es stammt, machen können. Wenn es aber das richtige Wasser ist, jenes tiefe, reißende, wilde, schaumkronenüberspülte, tiefklare Wasser aus der Mitte des wilden Stromes, dann wird der der es trinkt vielleicht diesen Fluss erahnen können, mit dem jemand möglicherweise heftig ringen musste um ihm dieses kleine Gläschen abzutrotzen. Zumindest weiss er schon mehr über den Fluss, als alle Menschen die ihn nur im vorbeigehen betrachtet haben und daher zwar seine Form kennen, nicht jedoch seinen Inhalt, seine Tiefe.
Aber genug der Flüsse und Gläser. Alle Metaphern sind irgendwann ausgelutscht und ich hoffe diesem Punkt gerade noch zuvorgekommen zu sein. Denn eine überstrapazierte Metapher, gleicht einem übervollen Staudamm der irgendwann bricht.
Manche malen, manche musizieren, manche slammen, manche schreiben Romane oder Kurzgeschichten um das auszudrücken worüber man nicht sprechen kann, die Welt zwischen und hinter den Zeilen und Worten. Ich schreibe jedenfalls seit diesem Tag meist, frei nach Ernst Pöppel, in ca. 3-Sekunden-Versen den Strom meiner Gedanken nieder und freue mich nun auch dieses mir so lieb gewordene Gedicht in eine Form gebracht zu haben, die es vorzeigbar macht und die ihm, als Grundstein und Juwel all meiner darauf gefolgten und folgenden Arbeiten, wie ich hoffe, gerecht wird.
Vielen Dank für das ( vielleicht sogar verständnisvolle) Lesen dieses sicherlich maßlos übertriebenen und höchst prätentiösen Vorgeplänkels voller Kommafehler:
Schein
und Sein
Teil 1:
Dort auf
der Bank, da sitzt ein Mann,
hat
scheinbar einen Anzug an.
Doch
Schein kann trügen,
Wahrheit
ist,
dass
dieser Mann in Ketten sitzt.
Das Kleid
der Seele ist zerschlissen.
Das Herz
aus seiner Brust gerissen.
Kann nicht
mehr lachen und nicht weinen,
muss im
hier und jetzt verweilen.
Weiss nur
was er zu tuen hat,
doch
nichts von seiner Schaffenskraft.
Leer fühlt
er sich und ganz zerbrochen,
im Geiste
noch ein Zitterrochen,
stellt
Fragen die ihn stets behindern,
doch
seinen Schmerz ein wenig mindern.
Fragen
ohne Antwort nur,
doch
stellt er sie entschlossen - stur!
Gewillt
den Weg zuend zu gehn,
nichts ist
gewiss nichts bleibt bestehn.
Doch wie
kann einer gehen,
der doch
in Ketten sitzt?
Und wie
kann einer Wissen,
der nur
auf Wiesen blickt?
Der Körper
dieser Käfig,
sperrt
seine Seele ein.
Doch wird
er einmal gehen,
geht sie
mit ihm anheim.
So weiss
er keinen Ausweg,
und
grübelt drüber nach.
Denn er
sitzt hinter Gittern,
das weiss
er selbst im Schlaf.
Er wird
wohl lange noch hier sitzen,
und
starren auf der Wiesen grün.
Im Schnee,
im Regen und bei Blitzen
wird seine
Flamme schwächer glühn.
Die Leute
nur den Anzug sehn,
und
ehrwürdig vorüber gehn,
nicht
kennen seine Seelenpein.
So sitzt
er da,
allein.
Teil 2:
So sitzt
er da und keiner wird ihn retten.
So sitzt
er da, gehüllt in seine Ketten.
Nur Hut
und Schuhe sieht man noch,
doch er wartet Woch' um Woch'.
Wartet auf
die Uhren,
die sich rückwärts drehen.
die sich rückwärts drehen.
Wartet auf
die Zeit:
Ach bliebe sie nur stehen!
Ach bliebe sie nur stehen!
Labels:
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Dunkel,
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Hoffnung,
Kapitalismus,
Kritik,
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Liebe,
Lyrik,
Masken,
melancholisch,
nachdenklich,
Philosophie,
Zeit
Samstag, 3. August 2013
Zum Leben eines Harry Haller
Steppenwölfe
Zwei
Steppenwölfe trafen sich,
und
waren gemeinsam allein.
Sie
rochen einander,
gaben
sich trost,
doch
konnten zusammen nicht sein.
Letztlich ganz und gar zu wild,
blieb
ihre Sehnsucht ungestillt.
Ihre
Wege zu verschieden,
ihre
Geister unbezähmt.
Haben
sie sich dann gemieden,
von sich
selbst doch stets gequält.
Laufen,
rasten, sinnen, streunen,
über
Mauern, hinter Zäunen.
Nichts
treibt solche Steppenwölfe,
so wie ihre eigenen Träume.
Samstag, 15. Juni 2013
Weitergehen
Eine
Geschichte über die verlorene Liebe
Teil
1: Der Weg
Ich geh
allein,
die
Straße steinig.
Ist das
gut?
Ich
weiss nicht.
Doch all
meine Freunde,
waren
sich einig:
„Der
Weg ist besser als das Ziel“,
jenen
Ort den ich erreicht,
wo die
Sekunde,
der
Stunde gleicht.
– Doch
Stunden verrannen im nu. –
Wo die
Lust wohnt und der Schmerz,
dort
lebtest einst auch du.
Jetzt
geh ich weiter,
im
Herzen allein.
Die
Gesellschaft,
äuß´rer
Schein.
Ich gehe
frei von allen Ketten,
will
neue Herzen stehlen!
Doch
zunächst,
ich kann
es nicht verhehlen,
muss ich
durchs Tal mich quälen.
Wo Salz
und Wasser sich vermählen,
im Tal
aus Schmerz und Tränen,
dort
will ich mich heut wähnen,
wo Tage
nichts mehr zählen.
Sonntag, 19. Mai 2013
Beziehungsweise
Innenleben
einer Wand
In
der Wand
lebt
ein Mann
eine
Frau
an
der Hand
Mann
und Frau
sie
sind eins
in
der Wand
ohne
Reim
Und
so sind sie
dort
schon lange
in
der Wand
ohne
Bange
Bis
sie bröckelt
und
stürzt ein
werden
sie
beisammen
sein
Sonntag, 31. März 2013
SMS Liebe
Die Liebe will gemeinhin immer sehr viel.
Sie will die Welt verschenken, Kriege beenden, Menschen vereinen, Nähe, Vertrauen, Emotionen, Blumen, Frühstück am Bett und so weiter und so fort..
Aber manchmal, wenn sie es gut meint, begnügt sie sich auch mit 150 Zeichen...
SMS
Liebe
Der Mond
scheint,
sternenklare
Nacht.
Ich
schau ihn an,
hoff das
er dich bewacht.
Drum
schlafe schön,
und
schlafe tief,
und sei
gewiss,
das ich
dich lieb.
Sonntag, 9. Oktober 2011
Wenn das Leben zum Rennen wird
FluchtpunktRennen! Rennen immer weiter!Feiern! Tuen! Bloß nicht scheitern!Du gehst Treppen, du steigst Leitern,tust das wohl dich zu erheiternArbeit, Schaffen alles LenkenZeit ist kostbar, nichts verschenken!Keine Ruhe. Keine Muße.selbst im Schlaf tust du noch Bußetust das wohl weils dir Spaß machttust es weil du hast die Krafttust´s nicht weil du am Abgrund stehsttust´s nicht weils gegens Ende gehtund obwohl du strahlst vor Kraftdenke ich du bist nicht Frohund obwohl du mit mir lachstseh ich nur die große ShowKannst kaum stehen, Hände faltenKannst´s kaum mit dir allein aushaltennicht Ruhe den Gedanken gebenda sie sich sonst im Kreis bewegenso rennst du fort und stellst dich nichthast Angst das du vielleicht zerbrichstdie Welt die sieht nur deine Showund denkt du wärest wirklich FrohDrum lässt du niemand an dich ranNiemand dich verletzen kanndoch siehst du nicht das so die Zeitauch deine Wunden niemals heiltDenn das Leben auf der FluchtWird so zur eigenständgen SuchtWird zum Selbstzweck bis zuletztdu deinen Schritt gen Abgrund setzt.Die Angst sie wächst mit jedem Tagverfolgt dich so bis in den SargDer Mut den du bisher bewiesenLässt mich hoffen auf dein WohlDeine Wahrheit kannst du findenDoch stelle dich, sonst ist sie hohlLeere Worte gibts genugHülsen ohne Sinn und Grundoh so viele viele SätzeLügen auf dem ErdenrundDrum Prüfe ehrlich jedes Körnchenauf seinen innersten Gehaltohne Angst und ohne Haftennimm dir nur Ruhe, nimm dir Zeit
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