Auf der Bank vor dem Haus sitzend,
recke ich die winterblasse Nase zur Sonne.
- ab und zu singt ein Vogel -
Ein Blog über das Leben, das Universum, die Liebe und den ganzen Rest - größtenteils reimend und in Versform.
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Sonntag, 26. März 2017
Unbenannt
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Gedicht,
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Zen
Dienstag, 7. Januar 2014
Der Sturm im Wasserglas - Neujahrszyklus IV
4
Was
bleibt von diesem ganzen Streben?
Wolf und
Fuchs sie sind ein Wesen.
Zwei
Räume eines verwinkelten Baus,
dort ist
auch eine Seele zu Haus.
Teil
eines Charakters.
Teil
dieses Sturms.
Sobald
er sich legt,
– Alles
von vorn.
Man
setzt seine Schritte,
mal
hierhin mal dort.
Sie
tragen uns,
zurück
nach Haus,
und auch
wieder fort.
So wünschen wir uns,
ein frohes Jahr.
Ganz so als ob es,
schon immer so war.
Dann gehen alle ihren Weg,
verlieren um zu finden.
Nicht Tunnel, Brücke oder Steg,
wird sie wohl je verbinden.
Sonntag, 5. Januar 2014
Der Sturm im Wasserglas - Neujahrszyklus III
3
So liegt
man im Bett,
Stunde
um Stunde.
Wälzt
alte Fragen,
Runde um
Runde.
Ein
gutes Jahr?
Eine
neues Leben?
Dreihundert
und fünfundsechzig Tage,
um
weiter nach den Sternen zu streben.
Zu lange
ein Wolf?
Das
einsame Leben genossen?
Wie
lange schon Fuchs?
Wann
wird man vom Jäger erschossen?
Das Jahr
überlebt.
Doch zu
welchem Preis?
Die
Schäfchen gehütet,
der Wolf
wurde leis.
Die
Arbeit geschrieben,
der
Fuchs hat brilliert,
Herbert
Marcuse,
wär
fasziniert.
Politische
Fehden,
sie
blieben nicht aus.
Wölfe
und Wiesel,
spieln
Katz und Maus.
Manchmal
führen?
Manchmal
folgen?
Manchmal
rebellieren!
Konfuzius
sagt:
Wer Muße
hat,
soll
dienen und studieren.
Freitag, 3. Januar 2014
Der Sturm im Wasserglas - Neujahrszyklus II
2
Zerstörung
lag auf diesem Pfad.
Zerstörung
die das Leben gebar.
Und nach
dieser letzten Nächte wildem Streben,
beginnt
das Wasserglas zu beben.
Wellen
brechen sich am Rand,
können
nicht hinaus.
Heben
sich dann in der Mitte,
plötzlich
gänzlich auf.
Doch der
Friede trügerisch,
die
Wellen überlagern sich.
Die
Masse brodelt,
droht
das Glas zu sprengen.
Gefühle
und Gedanken,
wolln
nach Außen drängen.
Finden
keinen Weg,
kein
Ventil ist da.
Einsam
und beengt,
viel und
doch nichts war.
Donnerstag, 2. Januar 2014
Der Sturm im Wasserglas - Neujahrszyklus I
1
Jahre
vergehen,
mit
Freude und Leid.
Fragen
entstehen.
Alle
Wunden heilt die Zeit.
Zwischen
den Jahren,
reichen
wir uns die Hände,
heben
die Gläser,
Alles
findet ein Ende.
Und
Alles,
beginnt
auch von vorne.
– Die
Zeit treibt uns alle weiter! –
Gefundene
wie Verlorne.
Immer
vorwärts auf dem Pfad,
den das
Leben schreibt.
Und
jedes neue Jahr,
seine
Blüten treibt.
Sonntag, 20. Oktober 2013
Schein und Sein
Wow... 1000 Besucher_innen, naja nicht ganz, diese Abfrageserver kann man ja kaum als Besucher_innen zählen, aber trotzdem, die Zahl steht schonmal da. Für manche mag das nicht viel sein, aber für mich ist es schon so eine Art erstes Jubiläum. Aus diesem besonderen Anlass hier die Veröffentlichung des Gedichtes mit dem eigentlich alles begann und seiner Geschichte. Naja mehr oder weniger... Eigentlich ist es dummes Zeug das man auch überspringen kann.
Aber für alle die die ein wenig mehr lesen möchten:
Aber für alle die die ein wenig mehr lesen möchten:
Es ist dieses Gedicht mit dem ich, in den ersten trüben Tagen des Jahres 2011, begonnen habe meiner vergessenen Jugendfreude, dem Dichten, wieder zu fröhnen. In einer schweren Zeit, auf einer Autofahrt, nach einem mehr deprimierenden als erholsamen Urlaub (zum Glück der Letzte den ich hatte) kam mir der Gedanke, dass ich früher in der Schule immer Spaß daran hatte Elfchen und andere Lyrik zu schreiben.
Ein Spaß der einem in dieser Gesellschaft ja konsequent aberzogen wird, da die Selbstverwirklichung dem ökonomischen "Nutzen" im Zweifelsfalle weichen muss. Ich beschloss mit der Zeit, mich diesem falschen und unmenschlichen Paradigma zu großen Teilen zu verweigern. Jeden Tag sieht man die Menschen und die Natur, die von dieser Gesellschaft und ihrem Realitätsprinzip, dem Leistungsprinzip wie Herbert Marcuse so schön diagnostiziert, zerbrochen und zernichtet werden. Und jeder dieser schrecklichen Verluste ist ein weiterer Grund sich dieser Welt nicht zu fügen, lieber ein einsamer Steppenwolf zu sein, als ein weiteres Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Lieber den romantisch-einsamen Helden mimen und für Andere Sorge tragen, ihnen Hoffnung geben, als sich in Sicherheit zu wiegen und ihren Untergang einfach zu ignorieren. Aber ich komme vom Thema ab... dafür wird an anderer Stelle noch genügend Zeit sein und die Worte sind ohnehin verschwendet.
Ein Spaß der einem in dieser Gesellschaft ja konsequent aberzogen wird, da die Selbstverwirklichung dem ökonomischen "Nutzen" im Zweifelsfalle weichen muss. Ich beschloss mit der Zeit, mich diesem falschen und unmenschlichen Paradigma zu großen Teilen zu verweigern. Jeden Tag sieht man die Menschen und die Natur, die von dieser Gesellschaft und ihrem Realitätsprinzip, dem Leistungsprinzip wie Herbert Marcuse so schön diagnostiziert, zerbrochen und zernichtet werden. Und jeder dieser schrecklichen Verluste ist ein weiterer Grund sich dieser Welt nicht zu fügen, lieber ein einsamer Steppenwolf zu sein, als ein weiteres Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Lieber den romantisch-einsamen Helden mimen und für Andere Sorge tragen, ihnen Hoffnung geben, als sich in Sicherheit zu wiegen und ihren Untergang einfach zu ignorieren. Aber ich komme vom Thema ab... dafür wird an anderer Stelle noch genügend Zeit sein und die Worte sind ohnehin verschwendet.
Wie von selbst kamen mir daraufhin jedenfalls diese Zeilen in den Sinn. Ich hatte meine liebe Not mir in dieser Situation Stift und Papier zusammen zu klauben, um sie vor der Vergänglichkeit und Schwärze zu bewahren, die mein, in dieser Hinsicht leider, verschwendungssüchtiger Geist ihnen zuteil werden lassen wollte. Doch es gelang alles rechtzeitig zu notieren und dieses Gedicht war mir von diesem Tage an so lieb und so nah, dass ich nie wieder vergessen wollte, wie wichtig und befreiend es sein kann zu schreiben.
Auch heute noch erinnert es mich stets an diesen Tag, an die Fragen und Antworten die ich in dieser Zeit gefunden hatte. Aber auch an die Befreiung und Freude alle Gedanken, wie mit einem Zauberspruch, aufs Papier zu bannen. Da waren und sind sie nun immer noch, statisch wie ein Glas Wasser das man aus einem reißenden Strom schöpft und das daraufhin friedlich beobachtet und verstanden, ja sogar anderen gezeigt werden kann. Jedoch, wer das Glas bloß betrachtet, wird sich noch immer keine Vorstellung vom Fluss, aus dem es stammt, machen können. Wenn es aber das richtige Wasser ist, jenes tiefe, reißende, wilde, schaumkronenüberspülte, tiefklare Wasser aus der Mitte des wilden Stromes, dann wird der der es trinkt vielleicht diesen Fluss erahnen können, mit dem jemand möglicherweise heftig ringen musste um ihm dieses kleine Gläschen abzutrotzen. Zumindest weiss er schon mehr über den Fluss, als alle Menschen die ihn nur im vorbeigehen betrachtet haben und daher zwar seine Form kennen, nicht jedoch seinen Inhalt, seine Tiefe.
Aber genug der Flüsse und Gläser. Alle Metaphern sind irgendwann ausgelutscht und ich hoffe diesem Punkt gerade noch zuvorgekommen zu sein. Denn eine überstrapazierte Metapher, gleicht einem übervollen Staudamm der irgendwann bricht.
Manche malen, manche musizieren, manche slammen, manche schreiben Romane oder Kurzgeschichten um das auszudrücken worüber man nicht sprechen kann, die Welt zwischen und hinter den Zeilen und Worten. Ich schreibe jedenfalls seit diesem Tag meist, frei nach Ernst Pöppel, in ca. 3-Sekunden-Versen den Strom meiner Gedanken nieder und freue mich nun auch dieses mir so lieb gewordene Gedicht in eine Form gebracht zu haben, die es vorzeigbar macht und die ihm, als Grundstein und Juwel all meiner darauf gefolgten und folgenden Arbeiten, wie ich hoffe, gerecht wird.
Vielen Dank für das ( vielleicht sogar verständnisvolle) Lesen dieses sicherlich maßlos übertriebenen und höchst prätentiösen Vorgeplänkels voller Kommafehler:
Schein
und Sein
Teil 1:
Dort auf
der Bank, da sitzt ein Mann,
hat
scheinbar einen Anzug an.
Doch
Schein kann trügen,
Wahrheit
ist,
dass
dieser Mann in Ketten sitzt.
Das Kleid
der Seele ist zerschlissen.
Das Herz
aus seiner Brust gerissen.
Kann nicht
mehr lachen und nicht weinen,
muss im
hier und jetzt verweilen.
Weiss nur
was er zu tuen hat,
doch
nichts von seiner Schaffenskraft.
Leer fühlt
er sich und ganz zerbrochen,
im Geiste
noch ein Zitterrochen,
stellt
Fragen die ihn stets behindern,
doch
seinen Schmerz ein wenig mindern.
Fragen
ohne Antwort nur,
doch
stellt er sie entschlossen - stur!
Gewillt
den Weg zuend zu gehn,
nichts ist
gewiss nichts bleibt bestehn.
Doch wie
kann einer gehen,
der doch
in Ketten sitzt?
Und wie
kann einer Wissen,
der nur
auf Wiesen blickt?
Der Körper
dieser Käfig,
sperrt
seine Seele ein.
Doch wird
er einmal gehen,
geht sie
mit ihm anheim.
So weiss
er keinen Ausweg,
und
grübelt drüber nach.
Denn er
sitzt hinter Gittern,
das weiss
er selbst im Schlaf.
Er wird
wohl lange noch hier sitzen,
und
starren auf der Wiesen grün.
Im Schnee,
im Regen und bei Blitzen
wird seine
Flamme schwächer glühn.
Die Leute
nur den Anzug sehn,
und
ehrwürdig vorüber gehn,
nicht
kennen seine Seelenpein.
So sitzt
er da,
allein.
Teil 2:
So sitzt
er da und keiner wird ihn retten.
So sitzt
er da, gehüllt in seine Ketten.
Nur Hut
und Schuhe sieht man noch,
doch er wartet Woch' um Woch'.
Wartet auf
die Uhren,
die sich rückwärts drehen.
die sich rückwärts drehen.
Wartet auf
die Zeit:
Ach bliebe sie nur stehen!
Ach bliebe sie nur stehen!
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Zeit
Montag, 9. September 2013
Himmelblau
Blau im
Himmel so fern,
so nah
sind dir die Flieger,
streifen
dein samtiges Antlitz.
Doch
ihre Seelen so fern,
verleben
die Zeit in der Economy Klasse.
Montag, 30. Mai 2011
alter Augustinus in neuem Gewand
Rastlos
es nagt es kratzt
die große Wahrheit
summt umher
im Hinterkopf
nicht zu fassen
und doch da
nicht zu sehen
und doch wahr
neue Welten klopfen an
doch das Klopfen scheint vertan
denn ich sehe keine Tür
keinen Schlüssel gibts hierfür
so kratzt in mir die große Frage
auf die ich eine Antwort habe
die ich nicht ausdrücken kann
ach die Zeit sie ist vertan
doch muss ich glauben
tief und fest
das die Antwort möglich ist
neben dieser kleinen Welt
gibts auch wenns uns nicht gefällt
noch andre die wir nochnicht sehn
sicherlich nichtmal verstehn
mal ohne Raum
mal ohne Zeit
man nennt sie
Nichts und Ewigkeit
doch die die dort ihr Dasein fristen
sind keine Götter, keine Christen
sind Wesen nur, wie du und ich
und sehen uns auch wahrscheinlich nicht
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