Trump droht.
May droht.
Putin droht.
Petry droht.
Alle Leute sehen rot.
Nichts scheint - wie gewohnt - im Lot.
Früher gabs mal Angebot,
Hilfe gab es in der Not.
Doch diese Zeiten sind passé,
jeder ist allein auf See.
Wo die einen Endzeit wittern,
tut der andre Zeichen twittern.
Hundertvierzig sollten reichen,
dumme Hirne zu erweichen.
Und so leben glücklich sie,
in der Idiokratie.
Ein Blog über das Leben, das Universum, die Liebe und den ganzen Rest - größtenteils reimend und in Versform.
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Sonntag, 5. März 2017
Montag, 30. Dezember 2013
Wenn Menschen...
Wenn Menschen aus ihrer Heimat fliehn.
Wenn Menschen freiwillig ins Fremde ziehn.
Wenn Familien zerrissen werden.
Wenn Kinder dort auf dem Wasser sterben.
Dann hat das sicher viele Gründe:
Armut, Hunger, politische "Sünde",
unsere Gier nicht zu vergessen,
wir geben die Waffen und fressen und fressen.
Wir leeren die Meere,
wir schröpfen die Saat,
bestechen und schmieren,
in jedem Staat.
Manch einer wehrt sich:
"Die Lobby ist Schuld!"
Doch hat sie ihr Geld erst,
von uns geholt.
Als Teil des Ganzen,
sind wir mit im Boot.
Gehn einige unter,
sind alle in Not.
Unsere Not,
ist die zu Erkalten.
Selbstgefällig diesen Kurs,
auf den Eisberg beizubehalten.
Wenn Menschen ertrinken.
Wenn Menschen erfrieren.
Einfach verrecken,
vor unseren Türen.
Wenn Menschen tief sinken,
dem Flüchtling abwinken,
sich in ihrem Reichtum verlieren.
Dann!
Werden Menschen zu Tieren ...
"Lampedusa ist überall !" - COR
Sonntag, 27. Oktober 2013
Weltwahrnehmung
"Die Bewegtheit der Geschichte ist das Geschehen der menschlichen Existenz. Jede neue geschichtliche Wirklichkeit fordert eine neue menschliche Existenz." (Marcuse, 1928, S. 383) [1]
Wir leben in einer Welt die ist.
All
unsere Geschichte scheint geworden:
Am Ende
der Welt, gibt’s keine Sorgen!
Was
danach kommt ist der Rist.
Die
Außenkante unsrer Welt.
Wir
fürchten uns, wir haben Angst,
vor
diesem letzten Übergang,
von dem
man in die Schwärze fällt.
Oh starr
gewordene Welt,
in der
wir uns bewegen.
Was
bringt es zu träumen?
Was
bringt es zu leben?
Die Welt
ein Stein?
Die Welt
ein Fluss?
Zeit
fließt weiter mit Verdruss.
Will
doch nicht sein!
Will
immer werden!
Nicht in
dieser Starre sterben!
So geht
sie auf den Abgrund zu,
und
zeigt dem Menschen ohne Ruh,
dass der
starre Ast zerbricht!
Am Wind.
Am
Schnee.
Am
Selbstgewicht!
Der
Traum zur Wandlung sei begriffen:
Veränderung
des Dings Natur!
Unsre
Welt kein starres Sterben,
sondern
Leben, Atmen, Werden!
Wenn wir
uns einst als werdend sehn,
und
nicht bloß als gewordne Steine,
strebt
alles gleich dem Umsturz zu:
– die
Dämme brechen –
Jedem
das Seine!
Ob alles
sich dann zu Höhen schwingt,
oder
tief – wie einst – zu Schanden sinkt.
Das
bestimmen Menschenträume,
vom
Werden,
vom
Leben,
vom
Sterben,
schon
Heute!
Zum Weiterlesen:
Heidegger, Martin: Sein und Zeit. 1927.
Hesse, Hermann: Das Glasperlenspiel. 1943.
Horkheimer, Max; Adorno Theodor W.: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. 1947.
Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewusstsein. 1923.
Marcuse, Herbert: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus. 1928.
Marcuse, Herbert: Feindanalysen. Über die Deutschen. 1943.
u.A.
_____________
[1] Zitiert nach: Marcuse, Herbert: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus. In: Marcuse, Herbert: Gesammelte Schriften. Bd. 1. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1978. S. 347 ff.
Zum Weiterlesen:
Heidegger, Martin: Sein und Zeit. 1927.
Hesse, Hermann: Das Glasperlenspiel. 1943.
Horkheimer, Max; Adorno Theodor W.: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. 1947.
Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewusstsein. 1923.
Marcuse, Herbert: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus. 1928.
Marcuse, Herbert: Feindanalysen. Über die Deutschen. 1943.
u.A.
_____________
[1] Zitiert nach: Marcuse, Herbert: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus. In: Marcuse, Herbert: Gesammelte Schriften. Bd. 1. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1978. S. 347 ff.
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Montag, 23. September 2013
Nachgeschmack einer Wahl
Es ist nicht die Wahl die mir Sorgen bereitet. Nein, an der Wahl ist wohl nichts auszusetzen. Ein sauberer, gut organisierter Vorgang. Sehr akkurat. Jedoch scheint der Zustand des Wählenden besorgniserregend. Und wenn der Wählende als Körper der Demokratie krank ist, dann kann die Wahl vielleicht den äußeren Anschein von Gesundheit und Kraft und Richtung geben. Aber im Schatten dessen wird sich die Krankheit verschlimmern. Weil sie verdeckt, weil sie nicht behandelt wird. Weil dem Körper immer mehr Belastungen aufgedrückt werden. Hier ist nicht die Rede von finanziellen Belastungen, das wäre ein Missverständnis. In diesem Fall kann man den Körper tatsächlich wortwörtlich nehmen. Der Körper genügt sich nicht mehr. Er soll besser, schneller, effektiver und gehöriger arbeiten als jemals zuvor. Er zerteilt sich zwischen Arbeitsfantasien und Freizeit(an)geboten und kommt nicht einmal im Alter mehr zum Stillstand, der ja Einsicht bedeuten könnte. Und weil er mittlerweile selbst so sehr glaubt, dass er so sein muss - Ja so sein will! -, reicht die Herrschaft bis in ihn hinein. Der Volkskörper wird zum Eigenen und die gesellschaftliche Krankheit wird zu Volkskrankheit. Zur psychologischen Pathologie. Es gibt nur eine Hölle und die schaffen wir uns selbst. Nur ein Grab, ein Massengrab, das wir gemeinsam ausheben. Und erst wenn wir alle darin untergehen, wird sich vielleicht, bei denen die sich retten konnten die Einsicht einstellen, dass der Mensch, wenn er herrschen will, auch Verantwortung trägt. Also auch die Menschen, die in einer Demokratie ja alle Herrscher sind, an ihrem Wohl und Wehe mit schuldig sind.
Und dann sagen sie, die Überlebenden, vielleicht das der Tod jener Vorväter und -mütter gerecht war. Sie waren blinde Herrscher. Zu egoistisch und stolz ihre Lage einzugestehen. Verblendet von ihrer Technik, ihrem Luxus, ihrer Macht über die Natur haben sie den Ruf ihrer verkrüppelten Seelen und Körper nicht gehört. Haben sich nicht gekümmert um die, die nach Hilfe riefen und vor Hunger den Schlaf erst fanden, als es der letzte war. Haben Industrien und Wissenschaften erdacht um ihrer leidenden Verfassung ein Schlafmittel einzuflößen, dass sie nicht so sehr schreie und sich rege, ihren Dünkel nicht störe.
Ja diese Wählenden, diese Traummenschen, machen mir Kopfzerbrechen und ich weiß, indem ich die Tablette in betracht ziehe, das ich vielleicht sogar einer von ihnen bin.
Und dann sagen sie, die Überlebenden, vielleicht das der Tod jener Vorväter und -mütter gerecht war. Sie waren blinde Herrscher. Zu egoistisch und stolz ihre Lage einzugestehen. Verblendet von ihrer Technik, ihrem Luxus, ihrer Macht über die Natur haben sie den Ruf ihrer verkrüppelten Seelen und Körper nicht gehört. Haben sich nicht gekümmert um die, die nach Hilfe riefen und vor Hunger den Schlaf erst fanden, als es der letzte war. Haben Industrien und Wissenschaften erdacht um ihrer leidenden Verfassung ein Schlafmittel einzuflößen, dass sie nicht so sehr schreie und sich rege, ihren Dünkel nicht störe.
Ja diese Wählenden, diese Traummenschen, machen mir Kopfzerbrechen und ich weiß, indem ich die Tablette in betracht ziehe, das ich vielleicht sogar einer von ihnen bin.
Samstag, 4. Mai 2013
Menschenwürde
Menschenwürde,
Menschenrecht,
wenn man sie nimmt,
geht es uns schlecht.
Hat also einer vor sich acht,
hat er dies innigst Recht bedacht.
Und so ist denn,
auch sein Lohn,
die freie Wahl,
einer Option.
Doch akzeptabel muss sie sein,
sonst ist der Trick von vornherein,
nichts mehr als ein Theaterspiel,
und dies ist nicht des Menschen Ziel.
vgl.: Schaber, Peter: Instrumentalisierung und Würde. mentis Verlag GmbH: Paderborn, 2010.
Kap.2, S. 41-63
(Quellenangaben sollte man ja heutzutage nicht vergessen...)
Freitag, 22. März 2013
Ökodiktatur ?
Teil
I
Man hört
wohl dieser Tage,
so
einiges an Klage.
Doch
dieses neue Wort,
scheint
mir schon sehr bigott.
Von
Ökodiktatur,
von Wohlstand ist die Rede.
Doch
scheint´s Klaviatur,
für
eine andre Fehde.
Wenn man
schon spricht von Diktatur,
so
sollte man erkennen,
das
Kapital zieht seine Spur!
Wer
würde sie verkennen?
Die
Diktatur des Kapitals,
so weit
will ich nicht gehen.
Doch
denkt ruhig dran,
denn sie
verkaufen,
stets
auch Menschenleben.
Und wer sich dünkt so frei und wild,
auch der
wird mal erkennen,
ohne
Arbeit ohne Moos,
wird’s
Leben schnell zum Rennen.
„Wirtschaft
ist kein Wunschkonzert!“,
wer
würde das bestreiten?
Doch
Wachstum und Kapitalismus,
lässt
unsre Umwelt leiden.
Drum
hassen die Gewinner,
des
Geld- und Machtsystems,
was
ihren Platz bedroht,
jetzt
gänzlich unverfemt.
Denn
grenzenloses Wachstum,
ist der
Natur sehr Fremd,
und klar
haben sie Angst,
dass
jeder das erkennt.
So ist
die Ökodiktatur,
ein
Kampfbegriff der Gleichen.
Die
Zukunft scheint ihnen egal,
sie muss
dem Ego weichen.
Mensch
und Umwelt wird verrechnet,
Umtausch
diesmal ausgeschlossen.
Denn
Gebrauchtes – wie man weiß –
wird entsorgt nachdem's genossen.
Dienstag, 19. März 2013
Zeitungsartikel
Kontaktanzeige eines Abgeordneten
Nur vielleicht Ernst gemeinte Beziehungssuche
von Rabeck Stelai Sines
Jetzt fragst du dich sicherlich: “Höööö. Warum
schreibt der da ne Kontaktanzeige rein? Kriegt
der dafür auch noch Kohle oder was?“
Ja, nee! Ich mach das hier für umsonst, da darf
ich das! Glaubt jetz eh wieder keiner. “Umsonst
macht doch hier keiner mehr was!“ Doch! Der
ganze Ruhm, die Macht, das Geld, die Frauen...
kann ich drauf verzichten... was ist das schon.. ja
was ist das? Hm? …..
„Schön“! Ja genau! Das ist *Schöön*... *wäh!*
und darauf hab ich ja mal überhaupt keinen
Bock! Würde mir meine ganze Unzufriedenheit
kaputt machen..! Ja klar andere “Künstler_innen“
machen das ja auch nicht so.. die nehmen was
sie kriegen können, aber die brauchen auch keine
Unzufriedenheit, die sind halt einfach kreativ
und denken sich mal eben so was gutes aus, sind
eben ganz “Künstler_innen“. Aber auf Kreativität
habe ich echt keinen Bock! Viel zu anstrengend!
Da verzichte ich lieber gleich auf den ganzen
Zirkus. Unzufriedenheit ist ein viel effizienterer
Antriebsquell. Und die Realität macht mich voll
und ganz unzufrieden genug. Reicht vollkommen
aus die Realität... ja W-I-R-K-L-I-H-I-C-H!
Ich bin zufrieden mit meiner Unzufriedenheit.
Und? Bist auch du Unzufrieden!? Dann triff
mich zum gemeinsamen Unzufrieden zufrieden
sein, erreichbar unter der Nummer 01627-Knäckebrot.
Zusammen werden wir mit unausgeglichener
Harmonie die Welt zum Ist-Zustand
zurückverändern und nebensächlich den ausgestorbenen
Dodo mittelfristig tatsächlich erhaltenswert
machen.
In gelangweilter Erwartung,
dein und mein
pares inter pares
Nur vielleicht Ernst gemeinte Beziehungssuche
von Rabeck Stelai Sines
Jetzt fragst du dich sicherlich: “Höööö. Warum
schreibt der da ne Kontaktanzeige rein? Kriegt
der dafür auch noch Kohle oder was?“
Ja, nee! Ich mach das hier für umsonst, da darf
ich das! Glaubt jetz eh wieder keiner. “Umsonst
macht doch hier keiner mehr was!“ Doch! Der
ganze Ruhm, die Macht, das Geld, die Frauen...
kann ich drauf verzichten... was ist das schon.. ja
was ist das? Hm? …..
„Schön“! Ja genau! Das ist *Schöön*... *wäh!*
und darauf hab ich ja mal überhaupt keinen
Bock! Würde mir meine ganze Unzufriedenheit
kaputt machen..! Ja klar andere “Künstler_innen“
machen das ja auch nicht so.. die nehmen was
sie kriegen können, aber die brauchen auch keine
Unzufriedenheit, die sind halt einfach kreativ
und denken sich mal eben so was gutes aus, sind
eben ganz “Künstler_innen“. Aber auf Kreativität
habe ich echt keinen Bock! Viel zu anstrengend!
Da verzichte ich lieber gleich auf den ganzen
Zirkus. Unzufriedenheit ist ein viel effizienterer
Antriebsquell. Und die Realität macht mich voll
und ganz unzufrieden genug. Reicht vollkommen
aus die Realität... ja W-I-R-K-L-I-H-I-C-H!
Ich bin zufrieden mit meiner Unzufriedenheit.
Und? Bist auch du Unzufrieden!? Dann triff
mich zum gemeinsamen Unzufrieden zufrieden
sein, erreichbar unter der Nummer 01627-Knäckebrot.
Zusammen werden wir mit unausgeglichener
Harmonie die Welt zum Ist-Zustand
zurückverändern und nebensächlich den ausgestorbenen
Dodo mittelfristig tatsächlich erhaltenswert
machen.
In gelangweilter Erwartung,
dein und mein
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