Kein Gedanke mehr im Kopf.
Kein Gefühl in meiner Brust.
Nur ein Herz das leise klopft,
atme ich nun ganz bewusst.
Alles löst sich schließlich auf,
Widersprüche werden eins.
Gar die Welt stoppt ihren Lauf,
pure Leichtigkeit des Seins.
Ein Blog über das Leben, das Universum, die Liebe und den ganzen Rest - größtenteils reimend und in Versform.
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Sonntag, 11. Juni 2017
Samstag, 17. Mai 2014
Die sibirische Eisfrau
So saß
ich,
füllte
meinen Kopf mit Worten,
zu
Persönlichkeitsstruktur, Triebbasis,
Kulturismus
und solcherlei Dingen.
Ich
versuchte zu vertiefen,
versuchte
einzudringen,
versenkte
meinen Geist,
in die
Materie.
Doch aus
der Tiefe tauchte,
während
ich dahin sank,
ganz von
allein,
immer
wieder diese Gestalt auf,
diese
Frau,
wie sie
in einer Blockhütte in Sibirien sitzt,
mit
einem roten Kater auf dem Schoß.
Geheimnisvoll
lebte sie,
einen
Traum in meinem Traum,
in einem
Land,
dem ich
schon lange aufgehört hatte,
zu
opfern.
Es gab
so viel was ich sie Fragen wollte.
Die
schiere Fülle an möglichen Worten,
und
Antworten,
machte
mir zu schaffen.
Ich
könnte nur stammeln,
und
müsste zu allem was in mir brannte schweigen,
sähe
ich sie wieder.
Denn
jedes Wort, jede Frage, wäre ungenügend!
Ein
profanes Sandkorn,
das den
Traumstränden des Geistes,
niemals
gerecht werden würde.
Doch
bevor ich mir überhaupt klar werden konnte,
was ich
wollte,
zog mich
die Arbeit die mir auferlegt war,
wie ein
Senkblei, befestigt an meinem Fuß,
zurück
hinab in die Versenkung,
zurück
zu den theoretischen Ungeheuerlichkeiten,
die ich
zu ergründen hatte.
Der neue
Mensch erwartete mich.
Ob er
wohl auch in Sibirien anzutreffen wäre?
Montag, 4. November 2013
An Jemanden - Das lyrische Ich
Trage
mich weit fort von hier.
Nimm
mich mit ans Meer.
Zeig
mir wo die Berge stehn.
Es
dürstet mich so sehr.
Einsamkeit
ist ein Gefängnis,
von
kaltem, moosbeflecktem Stein.
Tief
im dunklen Herz der Erde,
gräbt
man sich ganz langsam ein.
Kein
Gesicht und keine Stimme,
seien
sie auch noch so süß.
Bricht
den Bann und sprengt die Ketten,
die
ich selbst im Fels einließ.
Das
Dunkel in mir nach Außen gekehrt,
verlor
ich fürs Lieben jeden Wert.
Denn
hinter der dünnen Fassade,
erkennt
man, von nahem, die schlechte Scharade.
Der
Abgrund schreckt die meisten ab,
statt
einer Oase, ein tiefes Grab.
Drum
muss ich gehen, muss vergessen, kann nicht ewig warten.
Will
nicht finden, will nicht bleiben, hab schon gelitten auf diese Arten.
Nicht
haften, nur laufen, so weit meine Füße mich tragen,
durchs
Dunkel, durchs Lichte ... Ach irgendwann!
Ich
kann es kaum erwarten.
Donnerstag, 4. Juli 2013
Am Strand (Version 2)
Ich falte meine Hände
und bete doch zu niemandem.
Ich weiß das alles gut wird
doch aller Glaube wird geprüft.
Wo doch alles Wissen geglaubt wird,
ist das Leben von kalter Gewissheit.
Kalt wie die wogende Gischt der Zeit,
die sie mit uns hierhin und dorthin trägt.
Die Religion eines aufgeklärten Individuums
ist der Wunsch eines Sandkorns am Strand.
So viele Sandkörner ungehört,
so viele von den Wellen entführt.
[...]
Montag, 30. Mai 2011
alter Augustinus in neuem Gewand
Rastlos
es nagt es kratzt
die große Wahrheit
summt umher
im Hinterkopf
nicht zu fassen
und doch da
nicht zu sehen
und doch wahr
neue Welten klopfen an
doch das Klopfen scheint vertan
denn ich sehe keine Tür
keinen Schlüssel gibts hierfür
so kratzt in mir die große Frage
auf die ich eine Antwort habe
die ich nicht ausdrücken kann
ach die Zeit sie ist vertan
doch muss ich glauben
tief und fest
das die Antwort möglich ist
neben dieser kleinen Welt
gibts auch wenns uns nicht gefällt
noch andre die wir nochnicht sehn
sicherlich nichtmal verstehn
mal ohne Raum
mal ohne Zeit
man nennt sie
Nichts und Ewigkeit
doch die die dort ihr Dasein fristen
sind keine Götter, keine Christen
sind Wesen nur, wie du und ich
und sehen uns auch wahrscheinlich nicht
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