Tage merklich trübe.
Äpfel liegen vorm Haus.
Den ganzen Tag am Schreibtisch,
bringe ich nur den Müll raus.
Doch dieser Moment - er reichte.
Denn just dieser Augenblick,
bringt mit aller Kraft,
den Herbst in mein Leben zurück.
Feuchtigkeit und Feuer,
sie tanzen den alten Tanz.
Die Funken stieben in neuer,
prächtiger Eleganz.
So geht der Holzscheit dahin,
und mit ihm geht ein Jahr.
Ich gehe wieder hinein,
der Zeit nun wieder gewahr.
Ein Blog über das Leben, das Universum, die Liebe und den ganzen Rest - größtenteils reimend und in Versform.
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Sonntag, 15. Oktober 2017
Sonntag, 11. Juni 2017
Ausgeglichen
Kein Gedanke mehr im Kopf.
Kein Gefühl in meiner Brust.
Nur ein Herz das leise klopft,
atme ich nun ganz bewusst.
Alles löst sich schließlich auf,
Widersprüche werden eins.
Gar die Welt stoppt ihren Lauf,
pure Leichtigkeit des Seins.
Kein Gefühl in meiner Brust.
Nur ein Herz das leise klopft,
atme ich nun ganz bewusst.
Alles löst sich schließlich auf,
Widersprüche werden eins.
Gar die Welt stoppt ihren Lauf,
pure Leichtigkeit des Seins.
Sonntag, 28. Mai 2017
Berührung
Kein Wort wars - kaum Gedanke schon,
was mich da plötzlich halten lies.
Mir war als ob aus vollem Lauf,
mein Kopf an eine Mauer stieß.
Mir entrang ein leises Wimmern,
meine Sinne wurden blass,
als sich tief in meinem Innern,
etwas regte, gleichsam sprach.
Doch kein Ton in dieser Stille,
der den dumpfen Wall durchbrach.
Nein - nur ein Gefühl von Nähe,
das durch alles Denken stach.
Eine warme Hand die sachte,
Stück für Stück mein Herz umgab.
Weich wie ein Kokon aus Seide,
schirmte sie den Ärger ab.
Und bevor ichs richtig merkte,
war sie fort,
- und auch ihr Schutz -
und des Windes Seufzen fegte,
in mein Herz - noch ganz verdutzt.
Drum entringt sich stille Klage,
meinem Mund,
von Zeit zu Zeit.
Denn wen des Herzens Winde plagen,
dem wird der Weg - manchmal,
zu weit.
was mich da plötzlich halten lies.
Mir war als ob aus vollem Lauf,
mein Kopf an eine Mauer stieß.
Mir entrang ein leises Wimmern,
meine Sinne wurden blass,
als sich tief in meinem Innern,
etwas regte, gleichsam sprach.
Doch kein Ton in dieser Stille,
der den dumpfen Wall durchbrach.
Nein - nur ein Gefühl von Nähe,
das durch alles Denken stach.
Eine warme Hand die sachte,
Stück für Stück mein Herz umgab.
Weich wie ein Kokon aus Seide,
schirmte sie den Ärger ab.
Und bevor ichs richtig merkte,
war sie fort,
- und auch ihr Schutz -
und des Windes Seufzen fegte,
in mein Herz - noch ganz verdutzt.
Drum entringt sich stille Klage,
meinem Mund,
von Zeit zu Zeit.
Denn wen des Herzens Winde plagen,
dem wird der Weg - manchmal,
zu weit.
Samstag, 15. April 2017
Schildkrötenzyklus III
Die Schildkröte in der Mittagssonne,
frisst gemächlich den Löwenzahn.
Im Panzer schlägt ein Herz voll Sehnsucht.
frisst gemächlich den Löwenzahn.
Im Panzer schlägt ein Herz voll Sehnsucht.
Sonntag, 9. April 2017
Schildkrötenzyklus I
Sieh, die Schildkröte!
Mit geschlossenen Augen,
lächelt sie zur Frühlingssonne.
Mit geschlossenen Augen,
lächelt sie zur Frühlingssonne.
Sonntag, 2. April 2017
Am Teich
Die Planken knetern und knarzen.
Ein Frosch müht sich,
aus Liebeslust ab.
Ich sitze mit Blick auf das Wasser,
die Sonne senkt sich herab.
Im Dunkel geschlossener Lider,
seh ich - sich wiegend - das Schilf.
Summen und quaken hallt wieder,
ein Windhauch streift mich ganz mild.
Ich rieche das brackige Wasser,
die Sonne nun gänzlich fort.
Die dunkle Fläche vor mir,
mein liebster Rückzugsort.
Ein Frosch müht sich,
aus Liebeslust ab.
Ich sitze mit Blick auf das Wasser,
die Sonne senkt sich herab.
Im Dunkel geschlossener Lider,
seh ich - sich wiegend - das Schilf.
Summen und quaken hallt wieder,
ein Windhauch streift mich ganz mild.
Ich rieche das brackige Wasser,
die Sonne nun gänzlich fort.
Die dunkle Fläche vor mir,
mein liebster Rückzugsort.
Sonntag, 26. März 2017
Unbenannt
Auf der Bank vor dem Haus sitzend,
recke ich die winterblasse Nase zur Sonne.
- ab und zu singt ein Vogel -
recke ich die winterblasse Nase zur Sonne.
- ab und zu singt ein Vogel -
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Sonntag, 19. März 2017
Life's Gamble
Everything comes at a price,
the worlds not gentle, neither nice.
So take this silly mans advice:
Be careful, when you roll the dice!
the worlds not gentle, neither nice.
So take this silly mans advice:
Be careful, when you roll the dice!
Sonntag, 5. März 2017
Bedrohliche Zeiten
Trump droht.
May droht.
Putin droht.
Petry droht.
Alle Leute sehen rot.
Nichts scheint - wie gewohnt - im Lot.
Früher gabs mal Angebot,
Hilfe gab es in der Not.
Doch diese Zeiten sind passé,
jeder ist allein auf See.
Wo die einen Endzeit wittern,
tut der andre Zeichen twittern.
Hundertvierzig sollten reichen,
dumme Hirne zu erweichen.
Und so leben glücklich sie,
in der Idiokratie.
May droht.
Putin droht.
Petry droht.
Alle Leute sehen rot.
Nichts scheint - wie gewohnt - im Lot.
Früher gabs mal Angebot,
Hilfe gab es in der Not.
Doch diese Zeiten sind passé,
jeder ist allein auf See.
Wo die einen Endzeit wittern,
tut der andre Zeichen twittern.
Hundertvierzig sollten reichen,
dumme Hirne zu erweichen.
Und so leben glücklich sie,
in der Idiokratie.
Sonntag, 5. Februar 2017
Ein paar Fragen
Wofür wir leben?
Wohin wir streben?
Sag,
was kannst du heute geben?
Was kannst du tauschen?
Nur weißes Rauschen?
Sag,
kannst du dem Fluss noch lauschen?
Wohin willst du gehen?
Bleibst du jemals stehen?
Sag,
spürst du den Wind je wehen?
Wo ist des Lebens süßer Wein?
Wer willst du in zehn Jahren sein?
Sag,
gehst du den Weg allein?
Warum der Fragen immer drei?
Nur weil ich sag, dass es so sei?
So sprich nun,
wer ist wirklich frei?
Wohin wir streben?
Sag,
was kannst du heute geben?
Was kannst du tauschen?
Nur weißes Rauschen?
Sag,
kannst du dem Fluss noch lauschen?
Wohin willst du gehen?
Bleibst du jemals stehen?
Sag,
spürst du den Wind je wehen?
Wo ist des Lebens süßer Wein?
Wer willst du in zehn Jahren sein?
Sag,
gehst du den Weg allein?
Warum der Fragen immer drei?
Nur weil ich sag, dass es so sei?
So sprich nun,
wer ist wirklich frei?
Samstag, 10. Mai 2014
Ein Politiker
Wir
reden viel,
und
sagen nichts,
weil
niemand von uns,
wirklich
spricht.
Wir
drehen uns,
verbal
im Kreis,
weil
keiner von uns,
etwas
weiss.
So
drehn wir auch,
das Rad
der Welt,
ein
jeder so,
wies ihm
gefällt.
Das
alles nennt sich,
Politik.
Wohins
auch geht,
wir kreiseln mit.
Die
Wirtschaft fährt,
die
Meute zieht,
der
Karren läuft,
das
bringt Profit.
Samstag, 3. Mai 2014
Helden...
Das
waren einmal,
vor sehr
langer Zeit,
Krieger
die Menschen,
vom
Elend befreit.
Die
Götter erzürnt,
das
Schicksal gebogen,
Die
Frieden gebracht,
vom
Feuer umstoben.
Manch
einer von ihnen,
gab
gerne sein Leben,
für die
großen Taten,
die wir
heut erzählen.
Doch
heute sind Helden nicht strahlend!
Vielleicht
gar waren sies nie...
Die
helle reine Natur,
ein Trug
unsrer Fantasie.
Die
Helden von heute sind anders,
sie
sterben nicht für ihren Sieg.
Das
macht es nicht weniger tragisch,
ihr
Gehen ist traurig wie nie.
So
siechen sie in ihren Zimmern,
entstellt,
gequält und vergessen.
Im Flur
hört gedämpft man das Wimmern,
hinfort
was sie einstmals besessen.
Statur
und Stärke der Glieder,
hat
Krankheit und Alter versehrt.
Wo einst
sie Riesen bekämpften,
ist nun
schon der Gang verwehrt.
Der
Geist der vor Plänen so strotzte,
Zyklopen
und Hades selbst trotzte,
Alzheimer
zehrt von ihm mehr jeden Tag,
ein
hohles Pferd trägt ihn langsam zu Grab.
Vom
Fenster her tönen Sirenen,
sie
locken die Helden zum Fels.
Gebrochen
sind sie dort gefangen,
in
Neonlichtwellen so grell.
Da
harren sie ob ihres Endes,
Skyll
und Charib unausweichlich.
Die
Schwester kommt mehrmals täglich,
vom
Lotus gibt es dann reichlich.
Wöchentlich
kommt auch der Chefarzt,
im
Schlepptau ist Circe die Schöne,
sie
locken mit schnellem Genesen,
sie
wissen viel freundliche Töne.
Kalypsos
Armen entgleiten,
auf
lange Sicht wirds geschehn,
sie
könnten noch ewig hier bleiben,
doch das
wolln die Götter nicht sehn.
Die
Mächtigen zeigen erbarmen,
sie
lassen die Helden nun ziehn,
vereinsamt
dort auf ihrem Floß,
das
letzte Tuch ist geliehn.
Der
Schluss der Odyssee,
die
Helden treiben Heim,
doch die
finale Fahrt,
wird
eine Stille sein.
Der Leib
verging nicht im Feuer,
doch ist
alle Größe verraucht,
vergessen
dort in ihren Kammern,
hörts
Wimmern dann irgendwann auf.
Montag, 7. April 2014
Dienstag, 7. Januar 2014
Der Sturm im Wasserglas - Neujahrszyklus IV
4
Was
bleibt von diesem ganzen Streben?
Wolf und
Fuchs sie sind ein Wesen.
Zwei
Räume eines verwinkelten Baus,
dort ist
auch eine Seele zu Haus.
Teil
eines Charakters.
Teil
dieses Sturms.
Sobald
er sich legt,
– Alles
von vorn.
Man
setzt seine Schritte,
mal
hierhin mal dort.
Sie
tragen uns,
zurück
nach Haus,
und auch
wieder fort.
So wünschen wir uns,
ein frohes Jahr.
Ganz so als ob es,
schon immer so war.
Dann gehen alle ihren Weg,
verlieren um zu finden.
Nicht Tunnel, Brücke oder Steg,
wird sie wohl je verbinden.
Sonntag, 5. Januar 2014
Der Sturm im Wasserglas - Neujahrszyklus III
3
So liegt
man im Bett,
Stunde
um Stunde.
Wälzt
alte Fragen,
Runde um
Runde.
Ein
gutes Jahr?
Eine
neues Leben?
Dreihundert
und fünfundsechzig Tage,
um
weiter nach den Sternen zu streben.
Zu lange
ein Wolf?
Das
einsame Leben genossen?
Wie
lange schon Fuchs?
Wann
wird man vom Jäger erschossen?
Das Jahr
überlebt.
Doch zu
welchem Preis?
Die
Schäfchen gehütet,
der Wolf
wurde leis.
Die
Arbeit geschrieben,
der
Fuchs hat brilliert,
Herbert
Marcuse,
wär
fasziniert.
Politische
Fehden,
sie
blieben nicht aus.
Wölfe
und Wiesel,
spieln
Katz und Maus.
Manchmal
führen?
Manchmal
folgen?
Manchmal
rebellieren!
Konfuzius
sagt:
Wer Muße
hat,
soll
dienen und studieren.
Freitag, 3. Januar 2014
Der Sturm im Wasserglas - Neujahrszyklus II
2
Zerstörung
lag auf diesem Pfad.
Zerstörung
die das Leben gebar.
Und nach
dieser letzten Nächte wildem Streben,
beginnt
das Wasserglas zu beben.
Wellen
brechen sich am Rand,
können
nicht hinaus.
Heben
sich dann in der Mitte,
plötzlich
gänzlich auf.
Doch der
Friede trügerisch,
die
Wellen überlagern sich.
Die
Masse brodelt,
droht
das Glas zu sprengen.
Gefühle
und Gedanken,
wolln
nach Außen drängen.
Finden
keinen Weg,
kein
Ventil ist da.
Einsam
und beengt,
viel und
doch nichts war.
Donnerstag, 2. Januar 2014
Der Sturm im Wasserglas - Neujahrszyklus I
1
Jahre
vergehen,
mit
Freude und Leid.
Fragen
entstehen.
Alle
Wunden heilt die Zeit.
Zwischen
den Jahren,
reichen
wir uns die Hände,
heben
die Gläser,
Alles
findet ein Ende.
Und
Alles,
beginnt
auch von vorne.
– Die
Zeit treibt uns alle weiter! –
Gefundene
wie Verlorne.
Immer
vorwärts auf dem Pfad,
den das
Leben schreibt.
Und
jedes neue Jahr,
seine
Blüten treibt.
Sonntag, 27. Oktober 2013
Weltwahrnehmung
"Die Bewegtheit der Geschichte ist das Geschehen der menschlichen Existenz. Jede neue geschichtliche Wirklichkeit fordert eine neue menschliche Existenz." (Marcuse, 1928, S. 383) [1]
Wir leben in einer Welt die ist.
All
unsere Geschichte scheint geworden:
Am Ende
der Welt, gibt’s keine Sorgen!
Was
danach kommt ist der Rist.
Die
Außenkante unsrer Welt.
Wir
fürchten uns, wir haben Angst,
vor
diesem letzten Übergang,
von dem
man in die Schwärze fällt.
Oh starr
gewordene Welt,
in der
wir uns bewegen.
Was
bringt es zu träumen?
Was
bringt es zu leben?
Die Welt
ein Stein?
Die Welt
ein Fluss?
Zeit
fließt weiter mit Verdruss.
Will
doch nicht sein!
Will
immer werden!
Nicht in
dieser Starre sterben!
So geht
sie auf den Abgrund zu,
und
zeigt dem Menschen ohne Ruh,
dass der
starre Ast zerbricht!
Am Wind.
Am
Schnee.
Am
Selbstgewicht!
Der
Traum zur Wandlung sei begriffen:
Veränderung
des Dings Natur!
Unsre
Welt kein starres Sterben,
sondern
Leben, Atmen, Werden!
Wenn wir
uns einst als werdend sehn,
und
nicht bloß als gewordne Steine,
strebt
alles gleich dem Umsturz zu:
– die
Dämme brechen –
Jedem
das Seine!
Ob alles
sich dann zu Höhen schwingt,
oder
tief – wie einst – zu Schanden sinkt.
Das
bestimmen Menschenträume,
vom
Werden,
vom
Leben,
vom
Sterben,
schon
Heute!
Zum Weiterlesen:
Heidegger, Martin: Sein und Zeit. 1927.
Hesse, Hermann: Das Glasperlenspiel. 1943.
Horkheimer, Max; Adorno Theodor W.: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. 1947.
Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewusstsein. 1923.
Marcuse, Herbert: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus. 1928.
Marcuse, Herbert: Feindanalysen. Über die Deutschen. 1943.
u.A.
_____________
[1] Zitiert nach: Marcuse, Herbert: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus. In: Marcuse, Herbert: Gesammelte Schriften. Bd. 1. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1978. S. 347 ff.
Zum Weiterlesen:
Heidegger, Martin: Sein und Zeit. 1927.
Hesse, Hermann: Das Glasperlenspiel. 1943.
Horkheimer, Max; Adorno Theodor W.: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. 1947.
Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewusstsein. 1923.
Marcuse, Herbert: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus. 1928.
Marcuse, Herbert: Feindanalysen. Über die Deutschen. 1943.
u.A.
_____________
[1] Zitiert nach: Marcuse, Herbert: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus. In: Marcuse, Herbert: Gesammelte Schriften. Bd. 1. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1978. S. 347 ff.
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Sonntag, 20. Oktober 2013
Schein und Sein
Wow... 1000 Besucher_innen, naja nicht ganz, diese Abfrageserver kann man ja kaum als Besucher_innen zählen, aber trotzdem, die Zahl steht schonmal da. Für manche mag das nicht viel sein, aber für mich ist es schon so eine Art erstes Jubiläum. Aus diesem besonderen Anlass hier die Veröffentlichung des Gedichtes mit dem eigentlich alles begann und seiner Geschichte. Naja mehr oder weniger... Eigentlich ist es dummes Zeug das man auch überspringen kann.
Aber für alle die die ein wenig mehr lesen möchten:
Aber für alle die die ein wenig mehr lesen möchten:
Es ist dieses Gedicht mit dem ich, in den ersten trüben Tagen des Jahres 2011, begonnen habe meiner vergessenen Jugendfreude, dem Dichten, wieder zu fröhnen. In einer schweren Zeit, auf einer Autofahrt, nach einem mehr deprimierenden als erholsamen Urlaub (zum Glück der Letzte den ich hatte) kam mir der Gedanke, dass ich früher in der Schule immer Spaß daran hatte Elfchen und andere Lyrik zu schreiben.
Ein Spaß der einem in dieser Gesellschaft ja konsequent aberzogen wird, da die Selbstverwirklichung dem ökonomischen "Nutzen" im Zweifelsfalle weichen muss. Ich beschloss mit der Zeit, mich diesem falschen und unmenschlichen Paradigma zu großen Teilen zu verweigern. Jeden Tag sieht man die Menschen und die Natur, die von dieser Gesellschaft und ihrem Realitätsprinzip, dem Leistungsprinzip wie Herbert Marcuse so schön diagnostiziert, zerbrochen und zernichtet werden. Und jeder dieser schrecklichen Verluste ist ein weiterer Grund sich dieser Welt nicht zu fügen, lieber ein einsamer Steppenwolf zu sein, als ein weiteres Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Lieber den romantisch-einsamen Helden mimen und für Andere Sorge tragen, ihnen Hoffnung geben, als sich in Sicherheit zu wiegen und ihren Untergang einfach zu ignorieren. Aber ich komme vom Thema ab... dafür wird an anderer Stelle noch genügend Zeit sein und die Worte sind ohnehin verschwendet.
Ein Spaß der einem in dieser Gesellschaft ja konsequent aberzogen wird, da die Selbstverwirklichung dem ökonomischen "Nutzen" im Zweifelsfalle weichen muss. Ich beschloss mit der Zeit, mich diesem falschen und unmenschlichen Paradigma zu großen Teilen zu verweigern. Jeden Tag sieht man die Menschen und die Natur, die von dieser Gesellschaft und ihrem Realitätsprinzip, dem Leistungsprinzip wie Herbert Marcuse so schön diagnostiziert, zerbrochen und zernichtet werden. Und jeder dieser schrecklichen Verluste ist ein weiterer Grund sich dieser Welt nicht zu fügen, lieber ein einsamer Steppenwolf zu sein, als ein weiteres Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Lieber den romantisch-einsamen Helden mimen und für Andere Sorge tragen, ihnen Hoffnung geben, als sich in Sicherheit zu wiegen und ihren Untergang einfach zu ignorieren. Aber ich komme vom Thema ab... dafür wird an anderer Stelle noch genügend Zeit sein und die Worte sind ohnehin verschwendet.
Wie von selbst kamen mir daraufhin jedenfalls diese Zeilen in den Sinn. Ich hatte meine liebe Not mir in dieser Situation Stift und Papier zusammen zu klauben, um sie vor der Vergänglichkeit und Schwärze zu bewahren, die mein, in dieser Hinsicht leider, verschwendungssüchtiger Geist ihnen zuteil werden lassen wollte. Doch es gelang alles rechtzeitig zu notieren und dieses Gedicht war mir von diesem Tage an so lieb und so nah, dass ich nie wieder vergessen wollte, wie wichtig und befreiend es sein kann zu schreiben.
Auch heute noch erinnert es mich stets an diesen Tag, an die Fragen und Antworten die ich in dieser Zeit gefunden hatte. Aber auch an die Befreiung und Freude alle Gedanken, wie mit einem Zauberspruch, aufs Papier zu bannen. Da waren und sind sie nun immer noch, statisch wie ein Glas Wasser das man aus einem reißenden Strom schöpft und das daraufhin friedlich beobachtet und verstanden, ja sogar anderen gezeigt werden kann. Jedoch, wer das Glas bloß betrachtet, wird sich noch immer keine Vorstellung vom Fluss, aus dem es stammt, machen können. Wenn es aber das richtige Wasser ist, jenes tiefe, reißende, wilde, schaumkronenüberspülte, tiefklare Wasser aus der Mitte des wilden Stromes, dann wird der der es trinkt vielleicht diesen Fluss erahnen können, mit dem jemand möglicherweise heftig ringen musste um ihm dieses kleine Gläschen abzutrotzen. Zumindest weiss er schon mehr über den Fluss, als alle Menschen die ihn nur im vorbeigehen betrachtet haben und daher zwar seine Form kennen, nicht jedoch seinen Inhalt, seine Tiefe.
Aber genug der Flüsse und Gläser. Alle Metaphern sind irgendwann ausgelutscht und ich hoffe diesem Punkt gerade noch zuvorgekommen zu sein. Denn eine überstrapazierte Metapher, gleicht einem übervollen Staudamm der irgendwann bricht.
Manche malen, manche musizieren, manche slammen, manche schreiben Romane oder Kurzgeschichten um das auszudrücken worüber man nicht sprechen kann, die Welt zwischen und hinter den Zeilen und Worten. Ich schreibe jedenfalls seit diesem Tag meist, frei nach Ernst Pöppel, in ca. 3-Sekunden-Versen den Strom meiner Gedanken nieder und freue mich nun auch dieses mir so lieb gewordene Gedicht in eine Form gebracht zu haben, die es vorzeigbar macht und die ihm, als Grundstein und Juwel all meiner darauf gefolgten und folgenden Arbeiten, wie ich hoffe, gerecht wird.
Vielen Dank für das ( vielleicht sogar verständnisvolle) Lesen dieses sicherlich maßlos übertriebenen und höchst prätentiösen Vorgeplänkels voller Kommafehler:
Schein
und Sein
Teil 1:
Dort auf
der Bank, da sitzt ein Mann,
hat
scheinbar einen Anzug an.
Doch
Schein kann trügen,
Wahrheit
ist,
dass
dieser Mann in Ketten sitzt.
Das Kleid
der Seele ist zerschlissen.
Das Herz
aus seiner Brust gerissen.
Kann nicht
mehr lachen und nicht weinen,
muss im
hier und jetzt verweilen.
Weiss nur
was er zu tuen hat,
doch
nichts von seiner Schaffenskraft.
Leer fühlt
er sich und ganz zerbrochen,
im Geiste
noch ein Zitterrochen,
stellt
Fragen die ihn stets behindern,
doch
seinen Schmerz ein wenig mindern.
Fragen
ohne Antwort nur,
doch
stellt er sie entschlossen - stur!
Gewillt
den Weg zuend zu gehn,
nichts ist
gewiss nichts bleibt bestehn.
Doch wie
kann einer gehen,
der doch
in Ketten sitzt?
Und wie
kann einer Wissen,
der nur
auf Wiesen blickt?
Der Körper
dieser Käfig,
sperrt
seine Seele ein.
Doch wird
er einmal gehen,
geht sie
mit ihm anheim.
So weiss
er keinen Ausweg,
und
grübelt drüber nach.
Denn er
sitzt hinter Gittern,
das weiss
er selbst im Schlaf.
Er wird
wohl lange noch hier sitzen,
und
starren auf der Wiesen grün.
Im Schnee,
im Regen und bei Blitzen
wird seine
Flamme schwächer glühn.
Die Leute
nur den Anzug sehn,
und
ehrwürdig vorüber gehn,
nicht
kennen seine Seelenpein.
So sitzt
er da,
allein.
Teil 2:
So sitzt
er da und keiner wird ihn retten.
So sitzt
er da, gehüllt in seine Ketten.
Nur Hut
und Schuhe sieht man noch,
doch er wartet Woch' um Woch'.
Wartet auf
die Uhren,
die sich rückwärts drehen.
die sich rückwärts drehen.
Wartet auf
die Zeit:
Ach bliebe sie nur stehen!
Ach bliebe sie nur stehen!
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melancholisch,
nachdenklich,
Philosophie,
Zeit
Montag, 9. September 2013
Himmelblau
Blau im
Himmel so fern,
so nah
sind dir die Flieger,
streifen
dein samtiges Antlitz.
Doch
ihre Seelen so fern,
verleben
die Zeit in der Economy Klasse.
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