Mittwoch, 26. Februar 2014

Eine Blume

Eine kleine, reine,
eine zarte, feine,
Blume,
steht dort auf der Wiese.

Wenn ich sie dort stehen ließe,
jeden Tag ein wenig gieße,
ihr zum Opfer, ihr zu Ehren,
sollt sie alle Welt begehren.

Wenn ich sie dagegen nähme,
mit Schaufel oder Schere zähme,
geknechtet so mit Topf und Vase,
oder gut getrimmtem Rasen,
geknechtet so auf engem Raum,
hält ihre Schönheit sich im Zaum.

Drum lasse ich sie lieber stehn,
auch wenns schmerzt beim Vorübergehn,
so ist die Freude die sie zeigt,
in dem sie mir ihr Haupte neigt,
ihr Lebensdrang und Farbenspiel,
bald meines ganzen Glückes Ziel.

Es wärmt mein Herz,
auch wenn es sticht,
denn Liebe liegt auch,
im Verzicht.


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