Dienstag, 11. Februar 2014

Flüchtigkeit


Träumen, 
ist des Menschen Freud und Leid.
Die Kraft die ihn bannt, 
gleichwohl auch befreit.


Flüchtigkeit

Was du heute meinst zu kennen,
morgen ist es Schall und Rauch,
muss im ew'gen Feuer brennen,
flüchtig wie des Windes Hauch.

Flüchtig – Menschen auf der Flucht,
Blicke huschen hin und her.
Bilderfluten werden Sucht,
und die Welt sie scheint verkehrt.

Kalte Welten ohne Leben,
sehen wir durch kleine Fenster.
Scheinen sie auch so real,
sind's doch Träume – bloß Gespenster.

Die Wirklichkeit wird Illusion,
gleichsam auch hyperreal.
In Agonie wälzt sich das Sein,
die Quellensuche wird zur Qual.

Drum weg vom Fenster, raus zur Türe!
Zieht es uns, das wahre Leben.
Doch schon auf der Schwelle merkt man,
's wird die Wahrheit nicht mehr geben.

Strukturiert ist diese Welt,
eingehegt und doch chaotisch.
Und die vielen Perspektiven,
konkurrieren allotropisch.

Sind doch alle bloß Gedanken,
neuronale Korrelate.
Bilden ständig neue Brücken,
eb'nen Wege, Straßen, Pfade.

Jede Meinung jeder Pfad,
führt zu einer neuen Frage.
Was wie Wahrheit scheint uns heute,
morgen ist es vielleicht Sage.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen