Dieser
Gedanke an die völlige Ungebundenheit lässt mich nicht mehr los.
Der Gedanke an ein Leben auf Reisen ohne Ziel, ohne Bindungen, ist
erschreckend und doch auch lockend. Ja verheißungsvoll! Wenn wir
einfach gehen und uns keine Gedanken machen über
Krankenversicherungen und das Päckchen, das der Postbote für unseren
Nachbarn bei uns abgegeben hat. Von der Hand in den Mund und immer am
Abgrund. Die Lust und den Schmerz roh und unraffiniert, ja gänzlich
unschabloniert und unverordnet erleben. Ach welch Abenteuer uns jenseits
des ausgetretenen Pfades erwarten könnten, den wir so stolz
"Gesellschaft" nennen.
Wir
müssten natürlich in Terrain vordringen, in dem wir nicht aufgrund
unserer Unabhängigkeit gehasst und gemieden werden. Die Angst vor
der Sehnsucht, die wir bei den Mitgliedern eben jenes gut geölten
Uhrwerkes erwecken würden, ist nicht zu unterschätzen.
Unabhängigkeit
ist der Preis der Ausgestoßenen.
Und
Ausgestoßene wollen wir werden. Heute! Morgen!
Das
Leben hat keinen Preis, denn es ist sowieso umsonst.
inspiriert von:
Hesse, Hermann: Narziß und Goldmund. Berlin: S. Fischer Verlag, 1930
Klöckritz, Angelika: Die Vermessung des Ichs. Hamburg: ZEITmagazin, 2012. Url: http://www.zeit.de/2012/49/China-Religion-Eremit-Einsiedler-Berge
inspiriert von:
Hesse, Hermann: Narziß und Goldmund. Berlin: S. Fischer Verlag, 1930
Klöckritz, Angelika: Die Vermessung des Ichs. Hamburg: ZEITmagazin, 2012. Url: http://www.zeit.de/2012/49/China-Religion-Eremit-Einsiedler-Berge
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