Samstag, 5. Oktober 2013

Cool – Sein: Die Geschichte eines Erwachenden



Als Kind wollte ich immer zu den coolen Kids gehören.

Jetzt war ich so cool,
innerlich so eiskalt, so erfroren,
dass die coolen Kids
und alle Anderen,
nichts mehr mit mir anfangen konnten.

Denn sie sind mir egal geworden.
Sie gingen mich nun nichts mehr an.

So lernte ich,
dass es nicht die Coolness war um die es mir ging,
sondern das Dazugehören,
welches mir nun,
wo es so unerreichbar fern und unnütz erschien,
schmerzlicher fehlte denn je.

Und das Cool-Sein wurde,
ebenso wie alles Andere vor ihm,
bedeutungslos.

Was blieb war die Einsamkeit,
die ihre Bedeutung nie verlieren würde,
und die es letztlich vollbrachte,
mir negativ,
wahre Zugehörigkeit,
eben durch ihre Abwesenheit,
erlebbar zu machen.

So abstrahierte ich,
die Gemeinschaftlichkeit,
aus der Einsamkeit
und wurde auch frei von diesem letzten und stärksten Begehren.

Erwacht begrüße ich,
meine Freunde und Feinde.
Sie alle stehen für mich bereit,
warten auf mich,
und sind doch nicht vorhanden.

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