Mittwoch, 27. November 2013

Schattierungen


Schwarz oder Weiß.
So einfach zu fassen?
Rot oder Grün?
Abgrenzung schaffen!

Jede Grenze,
klar gezogen,
trennt was doch gemeinsam ist.
Der sanft geführte Übergang,
statt ihm klafft ein weiter Riss.

Dort im Schatten aller Dinge,
tief im Herzen der Fraktur,
zeigt sich uns ein Farbenspiel,
liegt im Dunkeln eine Spur,
liegt Unendlichkeit verborgen,
bereitet Philosophen Sorgen.

Hinter diese seichten Grenzen,
blickt sonst kaum ein lebend Mensch.
Weil er lieber sicher wohnt,
weil er ihren Reiz verkennt.

Die Schattierung wird gesehen,
flüchtig im Vorübergehen,
doch bleibt die Tiefe unerkannt,
verbirgt sich wacker dem Verstand.

Leidlich bleibt der Blick der Welt,
eng und klein und stets verstellt.


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