Freitag, 22. März 2013

Ökodiktatur ?



Teil I
Man hört wohl dieser Tage,
so einiges an Klage.
Doch dieses neue Wort,
scheint mir schon sehr bigott.

Von Ökodiktatur,
von Wohlstand ist die Rede.
Doch scheint´s Klaviatur,
für eine andre Fehde.

Wenn man schon spricht von Diktatur,
so sollte man erkennen,
das Kapital zieht seine Spur!
Wer würde sie verkennen?

Die Diktatur des Kapitals,
so weit will ich nicht gehen.
Doch denkt ruhig dran,
denn sie verkaufen,
stets auch Menschenleben.

Und wer sich dünkt so frei und wild,
auch der wird mal erkennen,
ohne Arbeit ohne Moos,
wird’s Leben schnell zum Rennen.

Wirtschaft ist kein Wunschkonzert!“,
wer würde das bestreiten?
Doch Wachstum und Kapitalismus,
lässt unsre Umwelt leiden.

Drum hassen die Gewinner,
des Geld- und Machtsystems,
was ihren Platz bedroht,
jetzt gänzlich unverfemt.

Denn grenzenloses Wachstum,
ist der Natur sehr Fremd,
und klar haben sie Angst,
dass jeder das erkennt.

So ist die Ökodiktatur,
ein Kampfbegriff der Gleichen.
Die Zukunft scheint ihnen egal,
sie muss dem Ego weichen.

Mensch und Umwelt wird verrechnet,
Umtausch diesmal ausgeschlossen.
Denn Gebrauchtes – wie man weiß –
wird entsorgt nachdem's genossen.

Dienstag, 19. März 2013

Zeitungsartikel

Kontaktanzeige eines Abgeordneten

Nur vielleicht Ernst gemeinte Beziehungssuche
von Rabeck Stelai Sines


Jetzt fragst du dich sicherlich: “Höööö. Warum
schreibt der da ne Kontaktanzeige rein? Kriegt
der dafür auch noch Kohle oder was?“
Ja, nee! Ich mach das hier für umsonst, da darf
ich das! Glaubt jetz eh wieder keiner. “Umsonst
macht doch hier keiner mehr was!“ Doch! Der
ganze Ruhm, die Macht, das Geld, die Frauen...
kann ich drauf verzichten... was ist das schon.. ja
was ist das? Hm? …..
„Schön“! Ja genau! Das ist *Schöön*... *wäh!*
und darauf hab ich ja mal überhaupt keinen
Bock! Würde mir meine ganze Unzufriedenheit
kaputt machen..! Ja klar andere “Künstler_innen“
machen das ja auch nicht so.. die nehmen was
sie kriegen können, aber die brauchen auch keine
Unzufriedenheit, die sind halt einfach kreativ
und denken sich mal eben so was gutes aus, sind
eben ganz “Künstler_innen“. Aber auf Kreativität
habe ich echt keinen Bock! Viel zu anstrengend!
Da verzichte ich lieber gleich auf den ganzen
Zirkus. Unzufriedenheit ist ein viel effizienterer
Antriebsquell. Und die Realität macht mich voll
und ganz unzufrieden genug. Reicht vollkommen
aus die Realität... ja W-I-R-K-L-I-H-I-C-H!
Ich bin zufrieden mit meiner Unzufriedenheit.
Und? Bist auch du Unzufrieden!? Dann triff
mich zum gemeinsamen Unzufrieden zufrieden
sein, erreichbar unter der Nummer 01627-Knäckebrot.
Zusammen werden wir mit unausgeglichener
Harmonie die Welt zum Ist-Zustand
zurückverändern und nebensächlich den ausgestorbenen
Dodo mittelfristig tatsächlich erhaltenswert
machen.


In gelangweilter Erwartung,
dein und mein
pares inter pares

Mittwoch, 30. Januar 2013

Jagd, Flucht und Verzweiflung

Der Punkt am Ende

Das Ziel erreicht
Den Kampf verloren
Schlachten gesehen
Kriege geboren

Berge erstürmt
Flüsse gequert
Meere gekreuzt
Vorm Abgrund getürmt

In den Himmel gesehen
nur Wolken und Sterne
Menschen gekannt
mal nah mal von Ferne

Nach unten geschaut
Auf Spuren und Schritte
Was leben bereit hält
auch Stiche und Schnitte
tief unten im Abgrund
blickt Es dich an
Es lächelt –
und es schreit dich an

Blickt dir ins Gebein
unter die Haut
Du wirfst einen Stein
Du hast dich erschaut

Dort unten – da bleibt es
du darfst wieder hoch
doch du weißt, deines Lebens
wirst du nicht mehr froh

Denn du musstest Einsehn
Es – warst du selbst
was du dachtest zu wissen
sahst es zerschelln

Nun lebst du allein
es fällt dir jetzt auf
das Glück das du hattest
entpuppt sich als Rausch
als Trug und als Schatten
es sollte nicht bleiben
du kannst es nicht halten
nur Wahres soll bleiben

Und wahr ist die Wüste
die du erschufst
es kommt niemand mehr
auch wenn du rufst

Der Abgrund bleibt treu
auf Schritt und Tritt
vertreibt deine Träume
Hält dich im Glied

Nun suchst du ehrlich
nach einer Oase
wenn du sie findest
sie dreht dir die Nase

...

Samstag, 14. Juli 2012

Neben Mir


stehe im Flur
ins Dunkel getreten
steh vor der Tür
und doch auch daneben

sehe mich selbst
bin schon mein Schatten
im grauen Zwielicht
die Züge ermatten

schleichen statt gehen
geträumt statt gesehen
geistergleich
vor Türen stehen

still und behäbig
erscheine ich dir
oh siehst dus nicht?
ich stehe doch nur neben mir

Dienstag, 18. Oktober 2011

Gedanken

Gedanken

Gedanken sind so unbeständig
Worte sind dagegen endlich
Meere neben festem Land
Inseln schön und ungekannt

Worte solln die Seele zeigen?
Hört und liest man innres Leiden?
Sturmgebraus und Meerestoben
sind Unterwasser aufgehoben

Dort Unten in des Meeres Fundament
beginnt ein Beben, zwei Gedanken sind sich fremd
wärends nun unten kocht und brodelt
beginnt des Meeres Stimm' zu toben

Der Worttsunami türmt sich auf
Sinnenwind peitscht ihn hinaus
Hinaus zur Welt die er ertränkt
der Menschen Selbstbewusstsein kränkt

Danach ist er sehr schnell verschwunden
hört nichts von all dem Leid der Leute
noch ihrer ach so wichtgen Freude
So wird sein Schaden überwunden
Doch er ist eh schon lang verschwunden

Denn dieser Wellenberg war nur
ein kleiner Teil des tiefen Meeres
Seiner chaotischen Natur
Ein Krieger seines Wellenheeres


Sonntag, 9. Oktober 2011

Wenn das Leben zum Rennen wird

Wenn Menschen gezwugen sind vor etwas weg zu rennen ist das nie sonderlich gut. Am schlimmsten ist es aber wenn sie vor sich selbst wegrennen, weil man das Rennen am Ende immer verliert. Der Fluchtpunkt ist die Stelle an der man sich eingesteht das es so nicht weiter gehen kann. Das erfordert Stärke. Stärke die ich bewundere..



Fluchtpunkt

Rennen! Rennen immer weiter!
Feiern! Tuen! Bloß nicht scheitern!
Du gehst Treppen, du steigst Leitern,
tust das wohl dich zu erheitern

Arbeit, Schaffen alles Lenken
Zeit ist kostbar, nichts verschenken!
Keine Ruhe. Keine Muße.
selbst im Schlaf tust du noch Buße

tust das wohl weils dir Spaß macht
tust es weil du hast die Kraft
tust´s nicht weil du am Abgrund stehst
tust´s nicht weils gegens Ende geht

und obwohl du strahlst vor Kraft
denke ich du bist nicht Froh
und obwohl du mit mir lachst
seh ich nur die große Show

Kannst kaum stehen, Hände falten
Kannst´s kaum mit dir allein aushalten
nicht Ruhe den Gedanken geben
da sie sich sonst im Kreis bewegen

so rennst du fort und stellst dich nicht
hast Angst das du vielleicht zerbrichst
die Welt die sieht nur deine Show
und denkt du wärest wirklich Froh

Drum lässt du niemand an dich ran
Niemand dich verletzen kann
doch siehst du nicht das so die Zeit
auch deine Wunden niemals heilt

Denn das Leben auf der Flucht
Wird so zur eigenständgen Sucht
Wird zum Selbstzweck bis zuletzt
du deinen Schritt gen Abgrund setzt.
Die Angst sie wächst mit jedem Tag
verfolgt dich so bis in den Sarg

Der Mut den du bisher bewiesen
Lässt mich hoffen auf dein Wohl
Deine Wahrheit kannst du finden
Doch stelle dich, sonst ist sie hohl

Leere Worte gibts genug
Hülsen ohne Sinn und Grund
oh so viele viele Sätze
Lügen auf dem Erdenrund

Drum Prüfe ehrlich jedes Körnchen
auf seinen innersten Gehalt
ohne Angst und ohne Haften
nimm dir nur Ruhe, nimm dir Zeit

Donnerstag, 6. Oktober 2011

lang lang ist´s her

Tja, der Sommer ist so gut wie vorbei. Ich hatte viel Zeit und Anlass zu schreiben und ich denke es ist mal wieder Zeit was Neues zu posten. 
Weils mittlerweile auch recht viel geworden ist was ich so verfasst habe, poste ich heute gleich mal zwei Sächelchen.
Das Erste ist ziemlich neu, das Zweite schon etwas älter. Wo das Erste einfach nur versucht einen Einblick in das Gefühl der Hoffungslosigkeit zu geben, was wohl viele Menschen spontan auch mit der Farbe Schwarz verbinden würden, ist das Zweite eher eine Beobachtung -vielleicht für manche auch eine Belehrung- von dem, was Menschen alltäglich tun, was sie glauben und viel wichtiger, was sie meinen sein oder tun zu müssen um sich ihrer eigenen Existenz zu versichern. Exemplarisch sei dafür auch die Ausrede:"Ich kann nix dafür so bin ich eben...", die man immer wieder hört und die ich nicht gelten lassen kann, da ich das Gehirn für ein durchaus wandlungsfähiges Konstrukt (--> siehe Konstruktivismus) halte, auch wenn diese Fähigkeit zur Veränderung mit dem Alter immer schwächer werden mag...

numero un:


Schwarz

Niemand ist da
man hält sich schadlos
Keiner sagt: "ja!"
ich bleibe ratlos

Freundschaft ein Wort
Zeit heilt Verblendung
Liebe ist Mord
Herzen zur Pfändung

Arm und Verlassen
Nächtens im Dunkeln
Zahl ich die Raten
für meine Taten

Habe geliebt
Habe getrunken
Habe geopfert
Habe gefunden

Bin nun verlassen
Bin nun verloren
Bin nun verrottet
Bin nun verdorben

Will nichtmehr grübeln
Habe es satt
Will einen Gegner
setz ihn Schachmatt

Kann nicht mehr Trinken
selten gut schlafen
sehe der Menschen
lieblose Taten

der treuste Begleiter
ist mir der Schmerz
bort er sich doch ständig
in Magen und Herz

Einfach gut Leben
welch hehrer Traum
kaum bin ich Sorglos
entpuppt sich´s als Traum



,numero deux:

Identität

Identität der Schattenhauch
den jeder will
und keiner brauch

sie ändert sich
auf Schritt und Tritt
und nimmt
was schön und schlecht ist mit

Trotzdem denkst du das du bist
und weisst nicht mal was morgen ist
ob du dann mehr ein andrer wardst
und so etwas in dir erstarb

Wenn du erwachst aus tiefem Traume
ist dann nicht fort aus jenem Raume
der der sich ins Bett gelegt
denn jener der dort nun ersteht
hat doch über des Traumes Wege
manch Eigenschaften abgelegt

so ändern wir uns jeden Tag
wie mans auch immer drehen mag
bist du nichtmehr der selb' wie einst
auch wenn du dir gleich wohl so scheinst

Hattest doch Träume hehre Ziele
geblieben sind davon nicht viele
hattest eine andre Haut
andre Dinge warn vertraut

Leben leuchtets dir nun ein
ist nichts als ausgehöhlter Schein
leer füllt er sich zwar immer neu
doch bleibt er sich nicht selber treu

doch diese Wandlung schon erkannt
der erste Schritt ins neue Land
denn wenn man eh ein anderer ist
musst du nicht bleiben wie du bist

du kannst dich ändern
kannst es schaffen
kannst das Glück
zum Ziele machen

jeden Tag ein kleines Stück
gehst du ohne Blick zurück
den Weg der dich zum Frieden führt
zur Ruhe die dir auch gebührt

 viel Spaß beim lesen und nachdenken