Sonntag, 16. März 2014

Spiel von Leben und Sprache

Wenn Gedanken wanken,
muss ich Worte horten,
Sprachschatzbanken gründen,
an vielen fremden Orten.

Eine Sprache,
viele Worte,
keine Referenz.

Dieser Texte,
viele Verse,
doch keine Sentenz.

Die Axt im Haus,
der Zimmermann –
Wozu bräucht er sie dort?
Sinn und Sinnzusammenhang,
ich schmiss sie beide fort.

Was übrig bleibt?
Die liebe Zeit,
sie nagt an meinen Nerven.
Stetig, unerbitterlich,
sich immer neu entwerfen.

Die Worte plätschern so dahin,
ein Walzer auf dem Mond.
Zu meinem, eurem, unsrem Glück,
wird Leben nicht entlohnt.

Wohl an denn,
hat's auch keinen Lohn,
ist's doch nicht ohne Wert.
Unbezahlbar teurer Schund,
verkannt, doch nie verehrt.


2 Kommentare:

  1. Verkannt, doch nie verehrt! Ich sehe das als Synonym für das normale Leben, - was immer das auch sein mag.
    Vielleicht ein ungeborenes Teil des wechselnden Curriculum Vitae?
    Oder anders: Was wäre der Zimmermann, wenn ihm von der Axt der Stiel fehlt? Bestimmt ein sti(e)lloser Handwerker.
    Deinen STIL finde ich gut!
    Gruß von Horst

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  2. Moin,
    Vielen Dank, ich freu mich immer wenn ein Gedicht von mir zum Nachdenken anregt und natürlich auch wenn der Stil gefällt (obwohl ich für den natürlich weniger kann als für den Inhalt :D ).
    Wobei Gedichte auf Plattdeutsch auch ziemlich cool sind. Dialekte sind doch irgendwie die Naturwunder der Sprache.

    Grüße

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