Montag, 23. September 2013

Gegangen / Gone

Gone

Rost bedeckt die Welt,
das große Spiel ist vorbei.
Unter der dicken roten Staubschicht,
sucht man vergeblich nach Überresten des Lebens.

Was der Rost nicht erstickt und zermahlen hat,
das ist schon vor langer Zeit gegangen.
Nichts wurde zurückgelassen,
als das große Rad unvermeidlich seine Drehung vollendete.

Wo einst Trieb und Vernunft miteinander wilde Kämpfe rangen,
wacht nun die stille Ewigkeit.
In wildem Erinnern zeigt der Wind von Zeit zu Zeit,
eine rostrote Metapher der Kraft dieses Konfliktes.

Die Stürme toben dann über die weiten Ebenen,
doch die Bewegung ist trügerisch.
Sie ist kein Beweis für das einstige Leben,
sondern für seinen Niedergang vor der ewig schleifenden Stetigkeit der Zeit.

So sieht man dann den roten Planeten,
den toten Planeten.
Und fragt sich unmerklich:
'Was wird aus uns?'

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