Tja, der Sommer ist so gut wie vorbei. Ich hatte viel Zeit und Anlass zu schreiben und ich denke es ist mal wieder Zeit was Neues zu posten.
Weils mittlerweile auch recht viel geworden ist was ich so verfasst habe, poste ich heute gleich mal zwei Sächelchen.
Das Erste ist ziemlich neu, das Zweite schon etwas älter. Wo das Erste einfach nur versucht einen Einblick in das Gefühl der Hoffungslosigkeit zu geben, was wohl viele Menschen spontan auch mit der Farbe Schwarz verbinden würden, ist das Zweite eher eine Beobachtung -vielleicht für manche auch eine Belehrung- von dem, was Menschen alltäglich tun, was sie glauben und viel wichtiger, was sie meinen sein oder tun zu müssen um sich ihrer eigenen Existenz zu versichern. Exemplarisch sei dafür auch die Ausrede:"Ich kann nix dafür so bin ich eben...", die man immer wieder hört und die ich nicht gelten lassen kann, da ich das Gehirn für ein durchaus wandlungsfähiges Konstrukt (--> siehe Konstruktivismus) halte, auch wenn diese Fähigkeit zur Veränderung mit dem Alter immer schwächer werden mag...
numero un:
Schwarz
Niemand ist da
man hält sich schadlos
Keiner sagt: "ja!"
ich bleibe ratlos
Freundschaft ein Wort
Zeit heilt Verblendung
Liebe ist Mord
Herzen zur Pfändung
Arm und Verlassen
Nächtens im Dunkeln
Zahl ich die Raten
für meine Taten
Habe geliebt
Habe getrunken
Habe geopfert
Habe gefunden
Bin nun verlassen
Bin nun verloren
Bin nun verrottet
Bin nun verdorben
Will nichtmehr grübeln
Habe es satt
Will einen Gegner
setz ihn Schachmatt
Kann nicht mehr Trinken
selten gut schlafen
sehe der Menschen
lieblose Taten
der treuste Begleiter
ist mir der Schmerz
bort er sich doch ständig
in Magen und Herz
Einfach gut Leben
welch hehrer Traum
kaum bin ich Sorglos
entpuppt sich´s als Traum
,numero deux:
Identität
Identität der Schattenhauch
den jeder will
und keiner brauch
sie ändert sich
auf Schritt und Tritt
und nimmt
was schön und schlecht ist mit
Trotzdem denkst du das du bist
und weisst nicht mal was morgen ist
ob du dann mehr ein andrer wardst
und so etwas in dir erstarb
Wenn du erwachst aus tiefem Traume
ist dann nicht fort aus jenem Raume
der der sich ins Bett gelegt
denn jener der dort nun ersteht
hat doch über des Traumes Wege
manch Eigenschaften abgelegt
so ändern wir uns jeden Tag
wie mans auch immer drehen mag
bist du nichtmehr der selb' wie einst
auch wenn du dir gleich wohl so scheinst
Hattest doch Träume hehre Ziele
geblieben sind davon nicht viele
hattest eine andre Haut
andre Dinge warn vertraut
Leben leuchtets dir nun ein
ist nichts als ausgehöhlter Schein
leer füllt er sich zwar immer neu
doch bleibt er sich nicht selber treu
doch diese Wandlung schon erkannt
der erste Schritt ins neue Land
denn wenn man eh ein anderer ist
musst du nicht bleiben wie du bist
du kannst dich ändern
kannst es schaffen
kannst das Glück
zum Ziele machen
jeden Tag ein kleines Stück
gehst du ohne Blick zurück
den Weg der dich zum Frieden führt
zur Ruhe die dir auch gebührt
viel Spaß beim lesen und nachdenken